Eli Lilly startet mit zwei klaren Signalen in die neue Handelswoche: Fortschritte in der Krebsforschung und eine auffällige Vorbereitung auf den nächsten großen Produktstart im Abnehmmarkt. Nach dem US-Feiertag schauen Anleger heute genauer hin, wie belastbar die Studiendaten sind – und wie ernst es dem Konzern mit der Markteinführung einer neuen Tablette ist.

Retevmo überzeugt in Phase 3

Gestern meldete Eli Lilly positive Topline-Ergebnisse aus der Phase-3-Studie LIBRETTO-432. Untersucht wurde Retevmo (Selpercatinib) als adjuvante Therapie bei Patienten mit frühem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (Stadium II–IIIA), die RET-Fusions-positiv sind.

Laut Unternehmen erreichte die Studie ihren primären Endpunkt: Das ereignisfreie Überleben (EFS) verbesserte sich gegenüber Placebo statistisch signifikant und klinisch relevant. Daten zum Gesamtüberleben sind noch nicht ausgereift, der aktuelle Trend spreche aber zugunsten von Retevmo. Sollte sich das Bild bestätigen, könnte das die Tür für einen neuen Behandlungsstandard öffnen – mit gezielter Therapie bereits in einem früheren Krankheitsstadium.

1,5 Milliarden Dollar für orforglipron

Parallel baut Lilly im Stoffwechselgeschäft vor: Über das verlängerte Wochenende kamen Berichte auf, dass der Konzern Lagerbestände im Wert von rund 1,5 Mrd. US-Dollar für orforglipron aufgebaut hat – eine experimentelle orale Abnehmmedikation.

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Der Hintergrund ist pragmatisch: Lilly will Engpässe vermeiden, wie sie zuletzt bei Zepbound und Mounjaro (Tirzepatid) auftraten. Eine FDA-Entscheidung zur täglich einzunehmenden Tablette wird im April 2026 erwartet. Der Lageraufbau liegt deutlich über früheren Meldeständen (zuvor etwa 548 Mio. US-Dollar) und würde im Fall einer Zulassung einen schnellen Marktstart erleichtern. Kann Lilly damit einen reibungsloseren Launch liefern als bei den bisherigen GLP-1-Produkten? Genau darauf zielt die Strategie ab.

Kurs, Analysten und nächste Termine

Die Aktie schloss am letzten Handelstag vor dem Feiertag (Freitag) bei 1.040,00 US-Dollar. Rückenwind kam auch von Analystenseite: Freedom Capital Markets stufte den Titel gestern auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel auf 1.200 US-Dollar.

Im Wettbewerbsumfeld wird der Schritt bei orforglipron auch als direkte Antwort auf Novo Nordisk gewertet, das zuletzt eine eigene orale GLP-1-Option auf den Markt brachte. Für das erste Halbjahr 2026 sind zwei konkrete Kurstreiber gesetzt: die FDA-Entscheidung im April sowie die Vorlage detaillierter Retevmo-Daten auf einer künftigen medizinischen Konferenz.

Wichtige Fakten im Überblick
- Positive Phase-3-Topline-Daten zu Retevmo (LIBRETTO-432): primärer EFS-Endpunkt erreicht
- Indikation: frühes NSCLC (Stadium II–IIIA) mit RET-Fusion
- Lageraufbau für orforglipron: ca. 1,5 Mrd. US-Dollar (zuvor rund 548 Mio.)
- FDA-Entscheidung zu orforglipron: erwartet im April 2026
- Letzter Schlusskurs: 1.040,00 US-Dollar (Freitag)
- Analysten-Update: Freedom Capital Markets Kursziel 1.200 US-Dollar, Upgrade auf „Buy“ (gestern)

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