Eli Lilly baut seine Präsenz außerhalb des Kerngeschäfts weiter aus: Der Pharmakonzern hat gestern eine mehrjährige Partnerschaft mit dem United States Olympic & Paralympic Committee (USOPC) angekündigt. Die Kooperation fällt in eine Phase, in der das Unternehmen nach starken Quartalszahlen und einem ambitionierten Ausblick für 2026 Rückenwind hat. Doch was steckt konkret hinter dem Deal – und wie passt er in die Gesamtstrategie?

Fokus auf Athleten-Reha bis LA28

Kern der Vereinbarung: Lilly wird „Presenting Partner“ des Team USA Athlete Recovery Program. Das Programm soll Athleten bei Gesundheit, Rehabilitation und insbesondere bei komplexen oder längeren Genesungsphasen unterstützen – bis einschließlich der Olympischen und Paralympischen Spiele LA28.

Neu ist das Thema für Lilly nicht. Das Unternehmen war bereits als offizieller Partner für „Health Equity“ bei Team USA eingebunden. Das Recovery-Programm wurde laut USOPC schon 2024 getestet: 10 Athleten nahmen teil, sechs qualifizierten sich für Paris 2024 und holten zusammen vier Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen.

Der USOPC will das Programm in den kommenden drei Jahren ausweiten und auf ein größeres Netzwerk von Team-USA-Athleten bringen. Lilly soll dabei auch helfen, das Thema Athleten-Recovery stärker ins Bewusstsein zu rücken und den Zugang zu langfristiger, ganzheitlicher Betreuung zu unterstützen.

Zahlen liefern den finanziellen Unterbau

Die Meldung trifft auf ein Unternehmen, das operativ zuletzt geliefert hat. Anfang des Monats meldete Lilly für das vierte Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,54 US-Dollar und lag damit über den Erwartungen. Der Quartalsumsatz erreichte 19,3 Mrd. US-Dollar – getrieben durch die anhaltend hohe Nachfrage nach GLP-1-Medikamenten.

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Auch der Ausblick für 2026 fiel deutlich höher aus als vom Markt erwartet:
- Umsatzprognose 2026: 80–83 Mrd. US-Dollar
- Gewinnprognose 2026 (EPS): 33,50–35,00 US-Dollar
- Vergleichswert Markterwartung beim Umsatz: rund 77,62 Mrd. US-Dollar

GLP‑1, Pipeline und Vorbereitung auf Orforglipron

Die GLP‑1-Sparte bleibt der zentrale Wachstumsmotor. Im vierten Quartal sprang der Umsatz von Mounjaro um 110% auf 7,4 Mrd. US-Dollar, Zepbound legte um 123% auf 4,2 Mrd. US-Dollar zu.

Parallel treibt Lilly die Pipeline voran – auch über Adipositas und Diabetes hinaus. Dazu gehört die Übernahme von Orna Therapeutics für 2,4 Mrd. US-Dollar, die Fähigkeiten im Bereich in vivo CAR‑T mit Fokus auf Autoimmunerkrankungen ins Haus bringt.

Auffällig ist zudem die Vorbereitung auf eine mögliche US-Zulassung des experimentellen oralen Abnehmwirkstoffs Orforglipron: Lilly soll vor einer erwarteten FDA-Entscheidung im April bereits einen Bestand im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar aufgebaut haben. Bei Zulassung rechnet das Unternehmen mit einem US-Start im zweiten Quartal 2026.

Untermauert wird der Expansionskurs auch durch Investitionen in die Forschung: Lilly will 1 Mrd. US-Dollar in einen KI-Supercomputer mit NVIDIA stecken; ein Co-Innovation-Lab wurde bereits im Januar aufgesetzt.

Zum Marktbild: Die Aktie notierte zuletzt um 1.040 US-Dollar und lag damit etwa 5,8% unter dem Allzeithoch; die Marktkapitalisierung wurde auf rund 930 Mrd. US-Dollar beziffert.

In den nächsten Wochen dürfte vor allem der Zeitplan rund um Orforglipron wichtig bleiben: Die FDA-Entscheidung wird im April erwartet, ein möglicher Marktstart in den USA wäre dann bereits im zweiten Quartal.

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