Der Pharmakonzern macht Tempo beim Abnehmpillen-Launch – und das aus gutem Grund. Während der dänische Rivale Novo Nordisk seine orale Semaglutid-Tablette Anfang Januar in den USA auf den Markt brachte, rüstet sich Eli Lilly für den Gegenschlag mit Orforglipron.

Die FDA hat dem Mittel einen Fast-Track-Status verliehen, der die Prüfzeit auf ein bis zwei Monate verkürzen könnte. Zum Vergleich: Normalerweise dauert dieser Prozess 10 bis 12 Monate. Daniel Skovronsky, Forschungschef bei Lilly, zeigte sich am Montag auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco selbstbewusst: Man sei bereit, das Präparat "so schnell wie möglich in vielen, vielen Ländern weltweit" zu launchen.

Der entscheidende Vorteil?

Lillys Strategie gegen den First-Mover-Nachteil: Die Betonung der praktischen Handhabung. Während Novos Pille morgens nüchtern eingenommen werden muss – mit 30 Minuten Wartezeit vor Essen, Trinken oder anderen Medikamenten – spielt Orforglipron in einer anderen Liga. "Unser kleines Molekül funktioniert wie jede andere Tablette. Keine Abhängigkeit von Nahrung, Wasser, Tageszeit oder Fastenzeiten", so Skovronsky gegenüber Reuters.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Das dürfte bei Patienten punkten, die maximale Flexibilität suchen. Die Frage ist nur: Reicht das aus, um den Vorsprung der Dänen wettzumachen?

Der Viagra-Moment steht bevor

Parallel kündigte Pfizer-CEO Albert Bourla an, sein Konzern bereite sich auf einen Konsumentenmarkt für Adipositas-Medikamente vor, der dem Viagra-Boom nach 1998 ähneln könnte. Die Marktdynamik habe alle überrascht: "Sowohl Lilly als auch Novo erzielten erhebliche Umsätze außerhalb des Erstattungssystems", sagte Bourla. Menschen zahlen aus eigener Tasche – genau wie damals bei der blauen Pille.

Diese Entwicklung unterstreicht das gewaltige Marktpotenzial, um das Lilly und Novo kämpfen. Kein Wunder also, dass auch die Vertriebsinfrastruktur hochgefahren wird: CenterWell Pharmacy, Teil von Humana, gab am Montag bekannt, Lillys Adipositas-Medikamente künftig im Rahmen eines neuen Arbeitgeber-Programms zu vertreiben. Unabhängige Drittverwalter sollen dabei direkt mit Firmen zusammenarbeiten, um Mitarbeitern flexiblen Zugang zu verschaffen.

Die Message ist klar: Lilly bereitet sich auf einen Massenmarkt vor – und positioniert sich mit praktischer Anwendung, breiten Vertriebskanälen und schneller Zulassung als ernsthafter Herausforderer im milliardenschweren Abnehmpillen-Geschäft.

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...