Dow Jones: Stabilisierung nach turbulenter Woche
Die Wall Street versucht heute, nach den schwachen Vorgaben der vergangenen Tage wieder Tritt zu fassen. Der Dow Jones zeigt sich stabil – doch der Schein der Ruhe trügt ein wenig, denn im Hintergrund brodelt es geopolitisch weiterhin.
PCE-Daten: Gemischte Signale für die Fed
Frische Konjunkturdaten liefern heute ein zweigeteiltes Bild. Das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß, der PCE-Gesamtindex, sank im Januar auf 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – nach 2,9 Prozent im Dezember und damit leicht unter den Erwartungen der Ökonomen. Eigentlich eine gute Nachricht.
Allerdings stieg die Kernrate, die volatile Energie- und Lebensmittelpreise herausrechnet, auf 3,1 Prozent – und damit nach wie vor deutlich über dem Fed-Ziel von 2 Prozent. Für die Notenbank bleibt der Weg zu Zinssenkungen also steinig.
Dazu passt, dass die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im Januar stagnierten, während Ökonomen ein Plus von 1,3 Prozent erwartet hatten. Besonders aufschlussreich: Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge – ein verlässlicher Gradmesser für die Investitionsbereitschaft amerikanischer Unternehmen – zeigten ebenfalls keine Bewegung.
Der Iran-Faktor drückt auf die Stimmung
Was die Märkte derzeit wirklich in Atem hält, kommt aus dem Persischen Golf. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren weiterhin die Straße von Hormus – eine der strategisch wichtigsten Meerengen der Welt, durch die ein Großteil des globalen Öltransports fließt. Die Ölpreise, die gestern noch zulegen konnten, geben heute nach und liefern den Indizes damit zumindest keine zusätzliche Belastung.
Für die US-Inflation ist die Lage dennoch heikel. Obwohl Amerika selbst der weltgrößte Ölproduzent ist, wirken sich Preisanstiege auf dem global vernetzten Ölmarkt direkt auf amerikanische Verbraucher aus – anders als beim Gasmarkt, der regionaler strukturiert ist. Präsident Trump gerät dadurch innenpolitisch unter Druck.
Eine Eskalation des Konflikts – etwa durch Zerstörungen an Öl- und Gasanlagen am Golf oder eine längere Sperrung der Meerenge – würde die Inflation weiter anheizen. Das wäre für die Fed das denkbar ungünstigste Szenario: steigende Preise auf der einen, schwächelnde Investitionen auf der anderen Seite.
Vorerst hält sich der Dow Jones trotz dieser Gemengelage erstaunlich gut. Ob das Bestand hat, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Lage am Golf in den kommenden Tagen entwickelt.
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