Die Diginex Aktie kollabiert – und das ausgerechnet nach der größten Übernahme der Unternehmensgeschichte. Am Mittwoch brach der Titel um über 18 Prozent ein und notiert nun bei 2,17 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 70 Prozent. Der Grund: massive Verwässerung durch die Finanzierung der 55-Millionen-Euro-Akquisition von PlanA.earth.

Die Fakten zur Transaktion:
- 3 Millionen Euro Barzahlung
- 6,7 Millionen neue Aktien im Wert von 52 Millionen Euro
- Visa und Deutsche Bank steigen als Aktionäre ein
- Enterprise-Kunden wie BMW und Coca-Cola kommen hinzu

Verwässerung trifft auf katastrophale Fundamentaldaten

Die Ausgabe von 6,7 Millionen neuen Aktien zur Finanzierung der PlanA-Übernahme verdünnt bestehende Anteilseigner erheblich. Das erklärt den akuten Verkaufsdruck. Doch die Probleme reichen tiefer: Bei einem Jahresumsatz von gerade einmal 3,6 Millionen Dollar weist Diginex eine Marktkapitalisierung von 440 Millionen Dollar auf – ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 122.

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Die Gewinnmarge liegt bei minus 276 Prozent. Der freie Cashflow ist mit minus 14 Millionen Dollar tief im Minus. Dem steht ein Kassenbestand von nur 1,85 Millionen Dollar gegenüber.

Zweiter Mega-Deal wackelt

Parallel zur PlanA-Integration verhandelt Diginex über die Finanzierung einer weiteren Akquisition: Resulticks Global Companies. Das Unternehmen führt nach eigenen Angaben Gespräche mit Fremdkapitalgebern, warnt aber ausdrücklich, dass es keine Garantie für einen Abschluss gibt. Bei den angespannten Finanzkennzahlen dürfte die Kapitalbeschaffung zur Herausforderung werden.

Chart zeigt dramatischen Verfall

Der Kursverlauf dokumentiert das Desaster: Vom 52-Wochen-Hoch bei 39,85 Dollar stürzte die Aktie auf aktuell 2,17 Dollar ab – ein Minus von über 94 Prozent. Allein im letzten Monat verlor der Titel fast 70 Prozent an Wert.

Die PlanA-Übernahme bringt zwar prominente Kunden wie BMW, Deutsche Bank und Visa ins Portfolio. Der ESG-Software-Markt wächst mit 20 bis 25 Prozent jährlich und soll bis 2030 auf 80 bis 100 Milliarden Dollar anschwellen. Doch bis Diginex davon profitieren kann, muss das Unternehmen erst die Integration stemmen, den Weg in die Profitabilität finden und die verbleibenden 1,85 Millionen Dollar Kassenbestand strecken. Bei einem monatlichen Cashburn von über einer Million Dollar wird die Zeit knapp.

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