Rekordausschüttung auf der einen Seite, Gewerkschaftsforderungen auf der anderen — die Deutsche Telekom nähert sich ihrer Hauptversammlung am 1. April mit einem klaren Spannungsfeld. Analysten erhöhen derweil ihre Kursziele, während die Aktie zuletzt deutlich nachgab.

Was Analysten trotz Kursdruck überzeugt

JPMorgan hob das Kursziel vergangene Woche von 40,00 auf 41,50 Euro an und bestätigte die Einstufung „Overweight". Analyst Akhil Dattani begründet das mit dem starken Wachstum des europäischen Telekomsektors, der seit Anfang 2024 doppelt so stark zulegte wie der Gesamtmarkt. Goldman Sachs sieht den fairen Wert sogar bei 42 Euro. Kaufempfehlungen kommen zusätzlich von DZ Bank, Barclays, Deutsche Bank, UBS und Bernstein Research.

Die fundamentale Basis für diesen Optimismus ist solide: Im abgelaufenen Quartal erzielte die Telekom einen Umsatz von 31,72 Milliarden Euro — ein Plus von rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt das Unternehmen ein EBITDA von 47,4 Milliarden Euro und einen Free Cash Flow von 19,8 Milliarden Euro an.

Dem aktuellen Kurs von rund 31,19 Euro stehen diese Ziele als deutliche Prämie gegenüber. Rund zehn Prozent unter dem Jahreshoch von 34,53 Euro notiert die Aktie damit in einer Zone, die viele Analysten als Kaufgelegenheit werten — der Markt sieht das bislang anders.

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Tarifrunde ab April: Das Kostenrisiko im Detail

Ver.di fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Lohnerhöhung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, dazu einen Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 120 Euro monatlich. Ein Großteil der bestehenden Tarifverträge läuft zum 31. März 2026 aus — der erste Verhandlungstermin in Bonn folgt am 13. April.

Beide Seiten wollen Verzögerungen wie 2024 vermeiden, als bis in die zweite Runde unklar blieb, über welche Konzernunternehmen überhaupt verhandelt wird. Die strukturellen Konfliktlinien sind jedoch dieselben geblieben.

Auf der Kapitalseite setzt die Telekom ein Gegengewicht: Für die Hauptversammlung am 1. April ist eine Dividendenerhöhung um elf Prozent auf 1,00 Euro je Aktie geplant — das wäre das dritte Jahr in Folge mit einem Dividendenwachstum von durchschnittlich zwölf Prozent. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro, von dem die erste Tranche über 550 Millionen Euro Ende März ausläuft und bereits rund 12,3 Millionen Aktien zurückgekauft wurden.

Wie stark die Tarifrunde tatsächlich auf die Marge durchschlägt, wird erst die Quartalsbilanz am 13. Mai zeigen — die erste Zahl, die Aufschluss über die Kostenentwicklung nach Verhandlungsbeginn geben kann.

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