Deutsche Telekom nutzt den Start des Mobile World Congress in Barcelona, um gleich mehrere Zukunftsthemen auf die Bühne zu bringen: Satellitenempfang fürs Handy, KI im laufenden Telefonat und ein stärker „cloudiges“ Funknetz mit Nokia. Zusammen mit den Jahreszahlen 2025 und einem konkreten Ausblick für 2026 stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie gut zahlt diese Technologie-Offensive auf das angekündigte Wachstum ein?

An der Börse kommt das Paket heute nicht nur gut an: Die Aktie gibt bei 33,24 € um 2,09% nach. Das ändert aber nichts daran, dass der Titel auf 30 Tage gesehen deutlich im Plus liegt (+18,00%) und damit zuletzt spürbar Rückenwind hatte.

MWC in Barcelona: Starlink, KI-Assistent, Nokia

Der auffälligste Baustein ist die geplante Satellitenpartnerschaft mit Starlink. Ziel ist „Direct-to-Device“-Konnektivität – also mobiler Empfang auch dort, wo klassischer Netzausbau schwierig ist, etwa wegen Topografie oder Auflagen. Laut Telekom soll das in Europa die erste Vereinbarung dieser Art mit Starlinks V2-Technologie sein. Der geplante Start: Anfang 2028 in mehreren europäischen Märkten, inklusive Deutschland.

Parallel zeigt der Konzern mit dem Magenta AI Call Assistant eine KI-Funktion, die direkt im Gespräch hilft – ohne separate App oder zusätzliche Hardware. Die Umsetzung erfolgt mit ElevenLabs. Wichtig dabei: Der Assistent soll nur nach ausdrücklicher Aktivierung durch den Kunden arbeiten; ohne Aktivierung werden Gesprächsinhalte nicht gespeichert oder analysiert.

Dritter Punkt: Mit Nokia wird die Kooperation rund um cloudbasierte, disaggregierte und „KI-native“ RAN-Technologien ausgeweitet. Nokia übernimmt dabei die Rolle eines Co-Creation-Partners, um intelligentere, autonomere Funknetz-Funktionen über Cloud-, Edge- und Funkdomänen hinweg voranzutreiben.

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Zahlen 2025: Solide Basis – mit US-Rückenwind

Operativ liefert 2025 eine stabile Grundlage. Der Konzernumsatz steigt auf 119,1 Mrd. € (+2,9%; organisch +4,2%). Das bereinigte EBITDA AL klettert auf 44,2 Mrd. € (organisch +4,7%). Der bereinigte Überschuss liegt bei 9,7 Mrd. € (+3,7%), der Free Cashflow AL bei 19,5 Mrd. € (+2,0%).

Wachstumsmotor bleibt T-Mobile US: Die Service-Umsätze legen 2025 um 7,8% auf 71,3 Mrd. USD zu. Dazu kommen 7,8 Mio. neue Postpaid-Verträge. Zudem hat die Telekom ihren Anteil an der US-Tochter im Februar 2026 auf 52,8% erhöht – damit fließen die Cashflows aus Übersee künftig stärker zu.

In Deutschland wirkt das Bild gemischt: Der Gesamtumsatz sinkt leicht auf 25,6 Mrd. € (-0,4%), vor allem wegen geringerer Geräteumsätze. Der Service-Umsatz wächst organisch um 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis steigt um 1,7% auf 10,7 Mrd. €. Beim Glasfaser-Ausbau meldet der Konzern 2,5 Mio. neue Anschlüsse in 2025; erreichbar sind 12,6 Mio. Haushalte. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Mio. sein. Außerdem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden überschritten.

Dividende, Rückkauf und klare Ziele für 2026

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 € je Aktie vor. Zusätzlich läuft 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. €; seit Jahresbeginn wurden laut Quelle bereits über 10 Mio. eigene Aktien zurückgekauft.

Der Ausblick für 2026 setzt konkrete Marken: Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Mrd. € steigen (etwa +7%), der Free Cashflow AL wird bei ca. 19,8 Mrd. € erwartet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll rund 2,20 € erreichen (währungsbereinigt etwa +10%). Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Wachstum soll 2026 aktiv über Netzausbau, Digitalisierung und Leistungsfähigkeit im Kerngeschäft vorangetrieben werden.

Konkrete nächste Fixpunkte sind bereits terminiert: Am 1. April 2026 folgt die Hauptversammlung, am 13. Mai 2026 will der Konzern die Q1-Ergebnisse vorlegen.

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