Die Deutsche Telekom drückt aufs Tempo. Der DAX-Schwergewicht hat nicht nur die eigenen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr geschlagen, sondern legt die Messlatte für 2026 deutlich höher. Mit einer zweistelligen Dividendenanhebung und einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm sendet CEO Timotheus Höttges ein selbstbewusstes Signal an die Investoren.

US-Geschäft als Zugpferd

Der Blick in die Bücher verrät schnell den Haupttreiber des Erfolgs: T-Mobile US. Die amerikanische Tochtergesellschaft bleibt der Wachstumsmotor des Konzerns und steigerte die Service-Umsätze im Jahr 2025 um 7,8 Prozent auf 71,3 Milliarden US-Dollar. Besonders die Neukundengewinnung beeindruckt, da 7,8 Millionen neue Postpaid-Verträge abgeschlossen wurden – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Dieser Erfolg schlägt direkt auf die Konzernbilanz durch. Da die Telekom ihren Anteil an der US-Tochter im Februar 2026 auf 52,8 Prozent aufgestockt hat, profitiert das Bonner Unternehmen künftig noch stärker von den Cashflows aus Übersee.

Licht und Schatten im Heimatmarkt

Während die Geschäfte in den USA florieren, zeigt sich im deutschen Heimatmarkt ein differenzierteres Bild. Der Gesamtumsatz gab hier leicht um 0,4 Prozent nach, was primär auf eine Kaufzurückhaltung bei Endgeräten zurückzuführen ist.

Dennoch stimmt die operative Richtung: Der margenstarke Service-Umsatz legte organisch zu, und das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 10,7 Milliarden Euro. Der Konzern treibt zudem den Infrastrukturausbau massiv voran. Mit mittlerweile über 12 Millionen Haushalten, die Zugang zu Glasfaser haben, und einer fast vollständigen 5G-Abdeckung, investiert die Telekom stark in die Zukunftsfähigkeit des Netzes.

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T-Systems überrascht positiv

Eine positive Entwicklung verzeichnet die oft kritisch beäugte Großkundensparte T-Systems. Mit einem Anstieg des bereinigten EBITDA AL um gut 15 Prozent auf 427 Millionen Euro liefert die Sparte ein starkes Profitabilitätszeichen. Auch der Auftragseingang legte zu, was auf eine nachhaltige Trendwende hindeutet.

Geldregen für Aktionäre

Die operative Stärke soll sich für die Anteilseigner direkt auszahlen. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, was einer Anhebung um 11 Prozent entspricht. Flankiert wird diese Maßnahme durch ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden Euro für das laufende Jahr.

Die Aktie honorierte die Entwicklung zuletzt mit einem Kurs von rund 33,95 Euro und notiert damit nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 35,78 Euro. Der Aufwärtstrend seit Jahresbeginn von über 21 Prozent unterstreicht das Vertrauen des Marktes in die Strategie.

Ausblick: Ambitionierte Ziele für 2026

Das Management gibt sich mit dem Erreichten nicht zufrieden. Für das Jahr 2026 stellt der Konzern ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,4 Milliarden Euro in Aussicht – ein Wert, der laut Bloomberg über den durchschnittlichen Analystenerwartungen liegt.

Strategisch rücken dabei neben dem klassischen Geschäft auch neue Themen in den Fokus. Eine geplante industrielle KI-Cloud in Partnerschaft mit NVIDIA soll im ersten Quartal 2026 starten. Gleichzeitig warnt die Führungsebene vor regulatorischen Hürden durch den geplanten "Digital Networks Act" der EU.

Entscheidend für den weiteren Kursverlauf werden nun die Details sein, die das Management am 3. März auf dem Mobile World Congress präsentieren wird. Sollte die US-Tochter ihr Wachstumstempo beibehalten und der deutsche Markt die Profitabilität weiter steigern, bleiben die mittelfristigen Ziele bis 2027 in greifbarer Nähe.

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