Deutsche Telekom Aktie: Starlink-Offensive
Deutsche Telekom und SpaceX schreiben Telekom-Geschichte: Die Bonner bringen als erster europäischer Netzbetreiber Satelliteninternet direkt aufs Smartphone – ohne neue Hardware. Parallel legt der DAX-Konzern Zahlen vor, die selbst die eigenen Prognosen übertreffen. Mit einer zweistelligen Gewinnsteigerung für 2026 und einem bis zu 2 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf-Programm setzt der Vorstand ein klares Signal an die Börse.
Europapremiere: Starlink kommt aufs Handy
Am 2. März verkündete Deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Zusammenarbeit mit Starlink. Ab Frühjahr 2028 soll die Direct-to-Cell-Technologie in Deutschland und neun weiteren europäischen Märkten starten. Über 140 Millionen Mobilfunkkunden erhalten damit Zugang zu einem Hybrid-Netz: Verliert das Smartphone sein terrestrisches Signal, wechselt es automatisch in das Starlink-Satellitennetz – mit vollem Zugriff auf Daten, Sprache, Video und SMS.
Die Technologie basiert auf SpaceX' V2-Satelliten der nächsten Generation. Diese liefern laut Hersteller bis zu 100-mal mehr Datendichte als frühere Generationen und ermöglichen echte 5G-Geschwindigkeiten direkt auf kompatible Geräte. Keine spezialisierte Hardware nötig, keine zusätzlichen Kosten für Endkunden – das terrestrische Netz bleibt erste Wahl, das Satellitennetz greift nur bei Bedarf ein.
Wettbewerbsvorteil in abgelegenen Regionen
Deutsche Telekom deckt bereits 99 Prozent Deutschlands mit Sprachdiensten und fast 90 Prozent mit 5G ab. Doch Gelände und Naturschutzauflagen verhindern den Bau neuer Masten in Bergregionen und dünn besiedelten Gebieten. Genau hier setzt Starlink Mobile an: als Backup bei Naturkatastrophen, Stromausfällen oder in abgelegenen Zonen. Vodafone prüft eigene Satelliten-Partnerschaften, Orange und Telefónica beobachten die Entwicklung. Gelingt der Rollout wie geplant, steigt der Druck auf alle großen europäischen Netzbetreiber, nachzuziehen.
Geschäftsjahr 2025: Guidance übertroffen
Der Konzernumsatz kletterte 2025 auf 119,1 Milliarden Euro – organisch ein Plus von 4,2 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 44,2 Milliarden Euro, organisch um 4,7 Prozent. Haupttreiber war erneut T-Mobile US: Die Tochter steigerte ihren Umsatz um 4,1 Prozent, der Service-Umsatz sprang um 7,8 Prozent. Im Februar erhöhte die Telekom ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8 Prozent und kündigte an, 2026 keine Anteile zu verkaufen.
Der Heimatmarkt Deutschland zeigte ein gemischtes Bild: Der Gesamtumsatz sank leicht um 0,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, hauptsächlich wegen niedrigerer Geräteumsätze. Der Service-Umsatz wuchs jedoch organisch um 1,1 Prozent, das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um 1,7 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Beim Glasfaserausbau meldete der Konzern Rekordtempo: 2,5 Millionen neue Anschlüsse in 2025, insgesamt 12,6 Millionen Haushalte erreichbar. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen werden.
Guidance 2026: Zehn Prozent mehr Gewinn
Für 2026 peilt die Telekom ein bereinigtes EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro an – ein währungsbereinigter Anstieg von etwa sieben Prozent. Der Free Cash Flow soll auf rund 19,8 Milliarden Euro steigen, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf etwa 2,20 Euro – währungsbereinigt ein Plus von rund zehn Prozent. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 8. April geplant. Zusätzlich plant der Konzern 2026 Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro.
Am 1. April steht die Hauptversammlung an, am 13. Mai folgen die Q1-Zahlen. Beide Termine werden zeigen, ob der Konzern auf Kurs liegt, seine ambitionierten Ziele zu erreichen.
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