Die Deutsche Telekom startet mit Rückenwind ins neue Börsenjahr. Operative Rekordwerte zum Jahreswechsel stützen das Vertrauen in das Kerngeschäft, zugleich sorgen Bewegungen bei der US-Tochter T-Mobile US für genaues Hinsehen. Wie robust ist die Story hinter dem moderaten Kursanstieg zum Jahresbeginn wirklich?

Netzbelastung an Silvester als Qualitätstest

Die jüngste Meldung zur Netzauslastung in der Silvesternacht 2025/26 liefert ein klares Bild der operativen Stärke. Zwischen 20 und 3 Uhr legte das Datenvolumen im Mobilfunknetz um rund 35 Prozent auf über 3.900 Terabyte zu, nach 2.900 Terabyte im Vorjahr. Trotz dieser deutlichen Belastung lief das Netz stabil.

Für Investoren sind vor allem zwei Aspekte entscheidend:

  • Wachstum im Datenverkehr: Steigendes Datenvolumen stärkt die Basis für künftige Erlöse.
  • Technische Resilienz: Hohe Lastspitzen ohne Störungen gelten als wichtiges Wettbewerbsmerkmal.

Die weiteren Kennzahlen der Silvesternacht unterstreichen die Dynamik im Geschäft:

  • Datenvolumen: mehr als 3.900 TB, +35 % gegenüber dem Vorjahr
  • Telefonate: 12 Millionen Verbindungen (Normalwert: etwa 5 Millionen)
  • SMS-Aufkommen: 800.000 Kurznachrichten zwischen 0 und 1 Uhr, +60 %
  • Regionale Schwerpunkte: Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt mit den höchsten Datenumsätzen

Solche Belastungstests wirken wie ein Härtetest für das Netz. Sie signalisieren, dass der Konzern die steigende Nutzung nicht nur vermarkten, sondern auch technisch zuverlässig abwickeln kann – ein wichtiger Punkt in einem Markt, in dem Qualität und Verfügbarkeit zunehmend über die Kundenbindung entscheiden.

US-Tochter: Verkäufe trotz operativer Stärke

Parallel zur soliden Entwicklung im Heimatmarkt steht T-Mobile US im Fokus institutioneller Investoren. Pflichtmitteilungen aus dem dritten Quartal zeigen deutliche Anteilsreduzierungen:

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  • SteelPeak Wealth LLC senkte seine Position um rund 45 Prozent.
  • Accurate Wealth Management baute sogar 76,5 Prozent der gehaltenen Anteile ab.

Die Aktie von T-Mobile US notiert derzeit im Bereich von 203 US‑Dollar. Da die US-Sparte einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis leistet, werden diese Kapitalbewegungen aufmerksam verfolgt. Sie müssen nicht zwingend eine negative Einschätzung des Geschäfts widerspiegeln, zeigen aber, dass Teile der Großanleger Positionen neu gewichten.

Operativ bleibt T-Mobile US aktiv: Der Konzern meldete einen erfolgreichen Netzausbau für Großevents in New York City. Damit soll die technische Marktführerschaft im US-Mobilfunk weiter untermauert werden. Strategisch passt das in das Bild eines Anbieters, der seine Netzqualität gezielt für große Daten- und Besucherströme ausrichtet.

Kursbild und Bewertung der Deutsche-Telekom-Aktie

Am Freitag schloss die Aktie bei 27,82 Euro. Auf Wochensicht bedeutet das zwar ein Minus von rund 16,7 Prozent, im 30-Tage-Vergleich steht jedoch noch ein leichtes Plus von gut 2 Prozent. Damit notiert der Titel knapp über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 27,48 Euro, aber spürbar unter der 200‑Tage-Linie von 30,16 Euro. Der Abstand von gut 7,7 Prozent zur langfristigen Durchschnittslinie zeigt, dass der Markt trotz des guten Jahresauftakts noch Zurückhaltung übt.

Der Blick auf die Spanne der vergangenen zwölf Monate verdeutlicht die aktuelle Einordnung:

  • Aktueller Kurs: 27,82 Euro
  • 52‑Wochen-Hoch: 35,78 Euro (März 2025), Abstand rund –22 %
  • 52‑Wochen-Tief: 26,45 Euro (November 2025), Abstand rund +5 %

Damit bewegt sich die Aktie näher an der Unterstützungszone als am Hoch. Der 14‑Tage-RSI von 57,5 signalisiert ein neutrales bis leicht positives Momentum, ohne Überhitzung. Die annualisierte 30‑Tage-Volatilität von knapp 74 Prozent weist allerdings auf deutliche kurzfristige Schwankungen hin.

Charttechnisch bleibt die Lage damit zweigeteilt: Kurzfristig ist der Erholungskurs noch nicht gefestigt, mittelfristig eröffnet der Abstand zum Hoch aber weiterhin Spielraum nach oben – vorausgesetzt, die operative Stärke im Heimatmarkt und in den USA schlägt sich nachhaltig in den Zahlen nieder.

Fazit: Operative Stärke, Markt bleibt anspruchsvoll

Unterm Strich bestätigt der Jahreswechsel die technische und operative Robustheit der Telekom-Netze. Die starke Auslastung in der Silvesternacht ohne größere Störungen stärkt das Qualitätsimage im Kerngeschäft. Auf der anderen Seite zeigen die Positionsanpassungen institutioneller Investoren bei T-Mobile US, dass der Konzern trotz solider Basis in einem Umfeld agiert, in dem Bewertungen und Gewichtungen ständig auf den Prüfstand kommen. Für die Aktie bedeutet das: Operative Argumente sprechen für Stabilität, kursseitig bleibt der Weg zurück in Richtung 52‑Wochen-Hoch jedoch an klare Fortschritte im Tagesgeschäft und in den USA gekoppelt.

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