Deutsche Telekom Aktie: Neue Impulse
Die Deutsche Telekom drückt beim Mobile World Congress gleich auf mehrere Knöpfe: neue Technik, klare Wachstumsziele und mehr Geld für Aktionäre. Besonders die Allianz mit SpaceX’ Starlink sticht heraus – sie soll Funklöcher dort schließen, wo klassische Mobilfunkmasten an Grenzen stoßen. Doch wie viel Substanz steckt hinter dem angekündigten „Everywhere Network“?
Starlink-Allianz: Mobilfunk aus dem All
Kern der Ankündigung: Starlink und die Deutsche Telekom wollen einen satellitenbasierten Mobilfunkdienst in zehn europäischen Ländern starten. Der Dienst ist für Anfang 2028 geplant, darunter auch in Deutschland. Die Satellitenanbindung soll die bestehende Mobilfunk-Infrastruktur ergänzen, wenn terrestrische Netze nicht verfügbar sind.
Technologisch wichtig: Zum Einsatz kommen Starlinks Satelliten der zweiten Generation (V2). Möglich macht das „Direct-to-Cell“-Technologie – also die direkte Verbindung von Standard-Smartphones mit Satelliten, ohne Zusatz-Hardware, externe Antennen oder separate Apps. Für die Telekom ist das ein Hebel, um Versorgungsgrenzen zu verschieben, etwa in topografisch schwierigen oder regulatorisch sensiblen Gebieten.
Der Wettbewerb schläft allerdings nicht. Vodafone setzt in Europa auf ein anderes Satelliten-Setup: Das Joint Venture Satellite Connect Europe mit AST soll bereits im laufenden Jahr erste Angebote bringen. Der Markt für Satelliten-Ergänzungen im Mobilfunk wird damit schneller zum Wettlauf, als es die lange Vorlaufzeit bis 2028 vermuten lässt.
Zahlen 2025: Ziele übertroffen, USA tragen
Operativ lieferte der Konzern für 2025 nach eigenen Angaben besser ab als geplant. Der Umsatz stieg auf 119,1 Milliarden Euro (+2,9%), organisch auf +4,2%. Das bereinigte EBITDA AL kletterte auf 44,2 Milliarden Euro, organisch ein Plus von 4,7%.
Der Haupttreiber blieb das US-Geschäft: T-Mobile US steigerte den Umsatz 2025 um 4,1%, der Service-Umsatz legte um 7,8% zu, der operative Gewinn wuchs um knapp 7%. Im Februar erhöhte die Telekom zudem ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8% und kündigte an, 2026 keine Anteile verkaufen zu wollen.
In Deutschland fiel das Bild gemischt aus. Der Umsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Milliarden Euro – vor allem wegen niedrigerer Geräteumsätze. Gleichzeitig wuchsen die Service-Umsätze organisch um 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Milliarden Euro. Beim Glasfaser-Ausbau meldete der Konzern Rekordwerte: 2,5 Millionen neue Anschlüsse 2025, insgesamt 12,6 Millionen erreichbare Haushalte. Das Ziel liegt bei mindestens 25 Millionen bis 2030. Zudem wurde die Marke von 2 Millionen FTTH-Kunden in Deutschland überschritten.
Dividende, Rückkäufe und Guidance 2026
Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor – 11% mehr als im Vorjahr. Der Zahltag ist voraussichtlich der 8. April. Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm: Vom 23. bis 27. Februar 2026 kaufte der Konzern 1.140.238 Aktien zurück; seit dem 5. Januar bis 27. Februar summiert sich das auf 11.150.881 Stück. Zusätzlich sind für 2026 Rückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro geplant.
Der Ausblick für 2026 ist ambitioniert: Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen (etwa +7%), der Free Cashflow AL bei etwa 19,8 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sieht der Konzern bei rund 2,20 Euro (rund +10% währungsbereinigt).
An der Börse zeigt sich trotz kleiner Delle ein insgesamt festes Bild: Heute notiert die Aktie bei 32,60 Euro (-1,27%), auf 30 Tage gerechnet liegt sie aber mit +7,66% im Plus. Mit rund 9,4% über dem 50-Tage-Durchschnitt und einem RSI von 57,5 wirkt der Trend eher stabil als überhitzt.
Der nächste konkrete Fahrplan steht: Hauptversammlung am 1. April 2026, Q1-Zahlen am 13. Mai 2026. Genau dort wird sich messen lassen, ob der Konzern seine 2026er Benchmarks Richtung 47,4 Milliarden Euro EBITDA AL und 19,8 Milliarden Euro Free Cashflow AL wie geplant anläuft.
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