Die Aktie der Deutschen Telekom notiert derzeit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief. Nun steuert das Management mit einem erneuten Aktienrückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden Euro dagegen, während die wichtige US-Tochter T-Mobile den Preisdruck im amerikanischen Markt massiv erhöht. Investoren stellen sich die Frage: Bietet diese Kombination aus Kurspflege und operativem Angriff genügend Substanz für eine Bodenbildung?

  • Rückkaufprogramm 2026: Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro gestartet.
  • US-Strategie: Neuer "Better Value"-Tarif soll Marktanteile sichern.
  • Charttechnik: Kurs notiert unterhalb der 200-Tage-Linie.

Kontinuität bei der Kapitalrückführung

Nahtlos an das im Dezember beendete Programm schließt die Telekom eine neue Runde der Aktienrückkäufe an. Seit dem 5. Januar 2026 läuft das "Programm 2026", das bis zum Jahresende den Erwerb eigener Anteile für bis zu zwei Milliarden Euro vorsieht. Bereits im Vorjahr investierte der Bonner Konzern eine identische Summe und zog damit rund 1,3 Prozent des Grundkapitals aus dem Verkehr.

Die erste Tranche ist bereits definiert: Bis zum 26. März sollen Aktien im Wert von bis zu 550 Millionen Euro zurückgekauft werden. Diese Maßnahme dient primär der Einziehung der Papiere, was den Gewinn je Aktie rechnerisch verdichtet. Angesichts des aktuellen Kursniveaus von 27,34 Euro, das nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 26,45 Euro liegt, wirkt dieser Schritt auch als vertrauensbildende Maßnahme für die Aktionäre.

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Preiskampf in den USA

Parallel zur Kapitalmaßnahme der Muttergesellschaft geht die US-Tochter T-Mobile US in die Offensive. Mit dem heute angekündigten "Better Value"-Tarif, der ab dem 14. Januar verfügbar ist, zielt das Unternehmen direkt auf die Kunden der Hauptkonkurrenten AT&T und Verizon. Das Paket bündelt Mobilfunk, Streaming-Dienste (Netflix, Hulu) und eine fünfjährige Preisgarantie.

Marktbeobachter werten diesen Schritt als aggressive Strategie zur Kundenbindung in einem gesättigten Markt. Die ungewöhnlich lange Preisgarantie signalisiert, dass T-Mobile bereit ist, Margen kurzfristig zu belasten, um langfristige Marktanteile zu sichern.

Chartbild bleibt angeschlagen

Trotz der operativen Nachrichtenlage bleibt das technische Bild herausfordernd. Mit einem Schlusskurs von 27,34 Euro handelt die Aktie deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 30,05 Euro, was den mittelfristigen Abwärtstrend bestätigt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 35,78 Euro beträgt mittlerweile über 23 Prozent. Das neue Rückkaufprogramm trifft somit auf eine charttechnisch fragile Situation, in der die Verteidigung der Unterstützung bei rund 26,50 Euro essenziell ist.

Ausblick

Die Kombination aus verlässlicher Dividendenpolitik und fortgesetzten Aktienrückkäufen unterstreicht den Fokus auf Shareholder Value. Ob die aggressive US-Preisstrategie die Margen belastet oder das Wachstum beflügelt, werden erst die kommenden Quartalszahlen zeigen. Konkrete Antworten zur finanziellen Entwicklung erhalten Anleger am 26. Februar 2026 mit der Vorlage des Geschäftsberichts für 2025.

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