Der Iran-Krieg drückt auf die Stimmung — und auf den Kurs. Seit dem Jahreshoch Anfang Januar hat die Deutsche Bank-Aktie rund 24 Prozent verloren und notiert damit deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Dabei ist das operative Fundament des Instituts gar nicht so schwach, wie der Kursverlauf vermuten lässt.

Sewing warnt, hält aber an den Zielen fest

CEO Christian Sewing sprach das Problem im März offen an: Auf einer Konferenz von Morgan Stanley warnte er vor stagnierenden Erträgen im ersten Quartal. Höhere Einnahmen aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft gleichen Rückgänge im Festzinsbereich zwar aus — unter dem Strich bleibt das Investmentbanking aber flach zum Vorjahr.

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Trotzdem hält die Bank an ihrer Jahresprognose fest: Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro und eine Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent. Das ist kein kleines Versprechen in einem Umfeld, in dem der DAX wegen steigender Energiepreise bereits mehr als zehn Prozent korrigiert hat. Am 29. April legt die Bank ihre Q1-Zahlen vor — dann muss das Management zeigen, dass die Eintrübung im ersten Quartal die Jahresziele nicht ernsthaft gefährdet.

Umbau an der Spitze, höhere Ausschüttungen

Parallel zum schwierigen Marktumfeld formt die Deutsche Bank ihre Führungsriege neu. Zum 1. Mai rücken Stefan Hoops und Marie-Jeanne Deverdun in den Vorstand nach, Fabrizio Campelli übernimmt zum 1. Juli den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Der Fokus liegt laut Bank auf Vermögensverwaltung, Technologie und Künstlicher Intelligenz.

Für Aktionäre enthält der Ausblick einen konkreten Anreiz: Ab 2026 steigt die Ausschüttungsquote von 50 auf 60 Prozent. Weitere Kapitalrückgaben in der zweiten Jahreshälfte sind möglich, sofern die CET1-Quote nachhaltig über dem Zielkorridor von 13,5 bis 14,0 Prozent bleibt. Die Basis dafür lieferte 2025 ein Nettoerlös von 32,1 Milliarden Euro — ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Aktie steckt damit in einem klassischen Widerspruch: solide Bilanz, erhöhte Ausschüttungspläne — und ein Kurs, der fast 24 Prozent unter dem Jahreshoch liegt. Wie sich das auflöst, hängt weniger von Frankfurt als von der Lage im Nahen Osten ab.

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