Geopolitik trifft Finanzmarkt: Während US-Präsident Trump mit neuen Zöllen im Grönland-Streit droht, gerät der Bankensektor spürbar unter Druck. Brisant ist dabei eine aktuelle Analyse aus dem Hause der Deutschen Bank selbst, die zeitgleich zur Kursdelle veröffentlicht wurde. Die Strategen identifizieren eine strategische Schwachstelle der USA, die den wirtschaftlichen Konflikt eine unerwartete Wendung geben könnte.

  • Auslöser: US-Zolldrohungen von bis zu 25 Prozent belasten die Marktstimmung.
  • Gegenargument: DB-Analysten sehen US-Staatsverschuldung als "Achillesferse".
  • Status: Aktie verliert auf Wochensicht über 3 Prozent und testet wichtige Marken.

Die "Sell America"-Gefahr

Zentrales Thema an den Märkten ist die Ankündigung der US-Administration, ab dem 1. Februar 2026 Zölle auf Importe aus acht europäischen Ländern zu erheben. Diese sollen zunächst 10 Prozent betragen und könnten ab Juni auf 25 Prozent steigen, falls keine Einigung im Streit um Grönland erzielt wird. Doch die Analysten der Deutschen Bank, George Saravelos und Jim Reid, warnen in einer detaillierten Risikoeinschätzung vor einem Bumerang-Effekt für Washington.

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Sie bezeichnen die enorme US-Staatsverschuldung von 38 Billionen US-Dollar als strategischen Nachteil in diesem Konflikt. Europäische Investoren halten US-Vermögenswerte im Umfang von rund 8 Billionen Dollar. Sollte die EU das sogenannte Anti-Coercion Instrument (ACI) aktivieren, könnte dies eine koordinierte Reduzierung dieser Bestände auslösen. Eine solche "Sell America"-Welle würde massive Kapitalabflüsse aus den USA bedeuten und den Dollar destabilisieren – ein Szenario, das das systemische Risiko für die globalen Bankbilanzen verdeutlicht.

Charttechnik und operative Lage

Trotz der makroökonomischen Unruhe läuft das operative Geschäft der Bank weiter. Das Research-Team veröffentlichte am selben Tag mehrere Anpassungen für europäische Werte, darunter Kurszielerhöhungen für E.ON und ING Groep. An der Börse hinterlassen die politischen Spannungen jedoch Spuren: Die Deutsche Bank Aktie notiert aktuell bei 32,65 Euro.

Der Titel steht auf Wochensicht mit einem Minus von 3,26 Prozent unter Druck. Technisch ist die Situation delikat, da der Kurs gefährlich nahe an den 50-Tage-Durchschnitt von 32,35 Euro heranrückt. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Dennoch bleibt das langfristige Bild positiv: Auf Jahressicht verzeichnet das Papier immer noch einen Zuwachs von über 74 Prozent, was den aktuellen Rücksetzer eher als geopolitische Risikoprämie denn als fundamentale Krise erscheinen lässt.

Entscheidende Wochen voraus

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 1. Februar 2026. An diesem Stichtag entscheidet sich, ob die erste Stufe der Zölle in Kraft tritt oder ob diplomatische Lösungen gefunden werden. Sollte die von den Deutsche-Bank-Strategen skizzierte Eskalation mit europäischen Gegenmaßnahmen eintreten, dürfte die Volatilität im Bankensektor hoch bleiben. Anleger sollten genau beobachten, ob die Unterstützung im Bereich von 32,60 Euro in diesem nervösen Umfeld Bestand hat.

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