Anleger der Deutschen Bank blicken auf eine komplexe Gemengelage zum Wochenstart. Während fundamentale Kennzahlen weiterhin eine klare Unterbewertung signalisieren, sendet die Charttechnik kurzfristig alarmierende Töne. Die Diskrepanz zwischen innerem Wert und technischem Verkaufsdruck wirft die Frage auf: Bietet der aktuelle Rücksetzer eine Einstiegschance oder droht eine tiefere Korrektur?

Hier sind die Fakten im Überblick:
* Warnsignal: Der MACD-Indikator hat ein technisches Verkaufssignal generiert.
* Potenzial: Bewertungsmodelle sehen den fairen Wert bei 38,23 Euro.
* Strategie: Neue Ertragschancen im Bereich Stablecoins identifiziert.

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Charttechnik bremst Euphorie

Das charttechnische Bild trübte sich zum Wochenende spürbar ein. Ein sogenanntes "Short"-Signal des MACD-Indikators (Moving Average Convergence Divergence) sorgt für Verkaufsdruck. Mit einem Schlusskurs von 33,55 Euro am Freitag notiert das Papier zwar weiterhin deutlich im Plus auf 12-Monats-Sicht (+78,93 Prozent), doch kurzfristig dominiert Vorsicht.

Der Kurs nähert sich damit kritischen Zonen. Besonders die 50-Tage-Linie bei 32,29 Euro fungiert nun als wichtige Unterstützung. Sollte der Verkaufsdruck anhalten und diese Marke unterschritten werden, könnte sich das technische Bild weiter eintrüben. Dies steht im direkten Kontrast zur fundamentalen Situation.

Bewertung signalisiert Luft nach oben

Trotz des technischen Gegenwinds sprechen die "harten" Zahlen eine andere Sprache. Aktuelle Modelle beziffern den fairen Wert der Aktie auf 38,23 Euro. Legt man den derzeitigen Kurs zugrunde, ergibt sich daraus ein rechnerisches Aufwärtspotenzial von über 12 Prozent.

Auch im Branchenvergleich erscheint der Titel günstig. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,4 liegt die Deutsche Bank spürbar unter dem Sektordurchschnitt von knapp 15. Substanzorientierte Anleger finden hier Argumente, den technischen Rücksetzer als Übertreibung zu werten.

Neue Impulse durch Krypto und Geopolitik

Abseits der reinen Kursdaten treiben strategische Entwicklungen den Newsflow. Ein aktueller Branchenreport identifiziert die Bank als Schlüsselpartner für den stark wachsenden Stablecoin-Markt. Durch die Bereitstellung von Infrastruktur für Fiat-Transaktionen könnten sich mittelfristig neue Ertragsquellen im Transaktionsgeschäft erschließen.

Gleichzeitig positioniert sich das Institut in der geopolitischen Debatte. Deutsche Bank Research weist in einer aktuellen Analyse auf die strategische Bedeutung europäischer US-Vermögenswerte hin. Diese könnten im drohenden Handelsstreit mit den USA als wirksames Druckmittel der EU dienen – eine Einschätzung, die besonders für institutionelle Investoren zur Risikoabwägung relevant ist.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die großen Investmenthäuser lassen sich von der charttechnischen Eintrübung bisher nicht beirren. Institute wie JPMorgan, Barclays und RBC bestätigten im Januar ihre positiven Einschätzungen ("Overweight" bzw. "Outperform"). Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die Unterstützung im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts hält. Gelingt die Bodenbildung, rückt angesichts der für 2025 prognostizierten Dividende von 0,86 Euro wieder der fundamentale Aufwärtstrend in den Vordergrund.

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