Deutsche Bank Aktie: Solider Start
Die Deutsche Bank geht mit Rückenwind, aber auch mit offenen Fragen ins neue Jahr. Kurz vor dem Jahreswechsel sorgten IT-Störungen im Online-Banking für Verunsicherung, gleichzeitig treten ab heute regulatorische Erleichterungen in Kraft, die dem Institut finanziellen Spielraum geben. Wie robust ist diese Kombination aus technischer Schwäche und bilanzieller Entlastung?
Jahresende mit kräftiger Erholung
Am letzten Handelstag 2025 legte der Kurs der Deutschen Bank leicht zu und knüpfte damit an eine starke Gesamtentwicklung an. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Anstieg von fast 98 % zu Buche – der Titel hat sich damit deutlich von seinem 52‑Wochen-Tief bei 16,72 Euro gelöst und notiert mit 33,11 Euro aktuell noch rund 18 % unter dem Hoch vom 26. Dezember.
Auch im mittelfristigen Bild bleibt der Trend nach oben gerichtet:
- Schlusskurs gestern: 33,11 Euro
- Veränderung 12 Monate: +97,98 %
- 52‑Wochen-Spanne: 16,72–39,66 Euro
- Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt: +17,91 %
Der Kurs liegt klar über den wichtigen gleitenden Durchschnitten von 50, 100 und 200 Tagen. Ein RSI von 55,9 signalisiert dabei weder Überhitzung noch akute Schwäche. Nach den starken Vormonaten steckt in der jüngsten 7‑Tage-Korrektur von gut 16 % eher eine Verschnaufpause als ein Bruch des Trends.
IT-Panne trübt den positiven Eindruck
Kurz vor dem Jahreswechsel geriet der Fokus jedoch weg von Charts und Kennzahlen hin zur technischen Basis des Geschäfts. Kunden der Deutschen Bank, Postbank und Norisbank waren am 29. und 30. Dezember von Störungen im Online-Banking betroffen.
Der bestätigte Ablauf:
- 29. Dezember: Am Morgen massive Login-Probleme, laut Bank bis zum Nachmittag weitgehend behoben.
- 30. Dezember: Erneut punktuelle Ausfälle und Instabilitäten beim Kontozugriff.
- Ursache: Interne technische Probleme; die Bank schloss einen externen Cyberangriff aus.
Zum heutigen Neujahrstag laufen die Systeme wieder stabil. Trotzdem bleibt die IT ein sensibler Faktor: Wiederkehrende Störungen werfen die Frage auf, wie belastbar die bisherigen Kosteneinsparungen im Technologiebereich tatsächlich sind und ob zusätzliche Investitionen nötig werden könnten.
Regulatorische Entlastung schafft Spielraum
Parallel zu den technischen Problemen kommt von regulatorischer Seite eine klar positive Nachricht. Mit dem Jahreswechsel greifen neue Anforderungen aus dem aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozess (SREP). Die Kapitalvorgaben für die Deutsche Bank werden angepasst und fallen günstiger aus.
Für Aktionäre sind vor allem zwei Punkte relevant:
- Kapitalpuffer: Eine geringere regulatorische Belastung vergrößert den Handlungsspielraum des Managements. Mittelfristig können Mittel flexibler zwischen Eigenkapitalstärkung, Wachstum und Ausschüttungen verteilt werden.
- Dividenden- und Rückkaufpotenzial: Durch den reduzierten Kapitalbedarf verbessert sich die rechnerische Basis für künftige Dividenden und mögliche Aktienrückkaufprogramme.
Der Markt scheint diese Entlastung bereits teilweise einzupreisen: Trotz der IT-Störungen blieb der Kurs zum Jahresende nahe den Hochs des vergangenen Jahres und oberhalb aller wichtigen Durchschnittslinien.
Ausblick: Stabilität als Prüfstein
Zum Handelsstart 2026 ist die Ausgangslage klar umrissen: Auf der einen Seite steht ein deutlich erholter Kurs mit intaktem Aufwärtstrend und regulatorischem Rückenwind, auf der anderen Seite eine IT-Infrastruktur, die zuletzt Schwächen gezeigt hat. Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, ob die Systeme im regulären Betrieb ohne neue Zwischenfälle laufen. Gelingt das, kann der positive Effekt der gesunkenen Kapitalanforderungen die Aktie weiter stützen; neue operative Störungen würden dagegen rasch Vertrauen kosten.
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