Ein Research-Bericht wirbelt Staub auf – und zwingt Christian Sewing zu einem ungewöhnlichen Schritt. Der Deutsche-Bank-Chef ruft persönlich beim US-Finanzministerium an, um diplomatischen Schaden abzuwenden. Die Aktie gerät unter Druck und notiert bei 31,80 Euro.

Analysten-Note sorgt für transatlantische Verstimmung

Der Stein des Anstoßes: Eine Analyse des hauseigenen Chef-Devisenstrategen George Saravelos. Darin skizzierte er das Szenario, europäische Investoren könnten als Reaktion auf den schwelenden Grönland-Handelskonflikt ihre Bestände an US-Staatsanleihen reduzieren. US-Finanzminister Scott Bessent reagierte umgehend. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos bezeichnete er die These als unbegründet.

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Was dann folgte, ist bemerkenswert:

  • CEO Christian Sewing kontaktierte Bessent persönlich per Telefon
  • Er stellte klar: Die Analysteneinschätzung spiegelt nicht die Position des Vorstands wider
  • Die Aktie verlor am Donnerstag 0,91% auf 31,82 Euro
  • Am Freitag pendelt der Kurs weiter um die 31,80-Euro-Marke

Spagat zwischen Research-Unabhängigkeit und US-Geschäft

Dass ein CEO sich so deutlich von einer hauseigenen Analyse distanziert, ist ungewöhnlich. Die Deutsche Bank betont zwar stets die Unabhängigkeit ihres Research-Bereichs. Doch das US-Geschäft ist für den Konzern existenziell – politische Verwerfungen mit Washington kann sich Frankfurt nicht leisten.

Marktbeobachter interpretieren den Schritt als aggressives Risikomanagement. Die Deutsche Bank ist in den USA ein "gebranntes Kind" und will um jeden Preis vermeiden, erneut ins Visier von Justiz oder Aufsicht zu geraten. Die schnelle Intervention zeigt: Das Management ist wachsam. Doch sie offenbart auch, wie groß die politische Angriffsfläche bleibt.

Quartalszahlen rücken in den Fokus

Am Donnerstag, den 29. Januar, legt die Deutsche Bank ihre vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Der Markt erwartet stabile Erträge. Besonders im Blick steht nun, ob das US-Geschäft unter den politischen Spannungen gelitten hat. Charttechnisch kämpft die Aktie um die Unterstützung bei 31,80 Euro. Ein Rutsch unter 31,50 Euro könnte den Abwärtstrend beschleunigen, während bei 32,50 Euro der erste Widerstand wartet.

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