Die Deutsche Bank hat in der Nacht zum heutigen Mittwoch ein umfassendes Form 6-K bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – und damit eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Aktienkurs und fundamentaler Bewertung sichtbar gemacht. Während das Papier am Dienstag im Xetra-Handel auf 33,41 Euro nachgab, signalisieren aktuelle Bewertungsmodelle ein Aufwärtspotenzial von rund 12 Prozent.

Die wichtigsten Fakten:
- Aktienkurs: 33,41 Euro (-1,18% am Dienstag)
- Fairer Wert laut Analysen: 38,44 Euro
- KGV: 12,5 (Branchendurchschnitt: 14,86)
- Quartalszahlen: 29. Januar 2026

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SEC-Filing gibt Einblick in Bilanzstrategie

Das eingereichte Dokument enthält Updates für das vierte Quartal 2025 und detaillierte Finanzinformationen nach EU-IFRS-Standards. Besonders relevant: Die Bank nutzt eine EU-Ausnahme für das Portfolio-Fair-Value-Hedge-Accounting. Diese buchhalterische Maßnahme soll die Ergebnisvolatilität durch Zinsschwankungen bei nicht fälligkeitsgebundenen Einlagen und bestimmten Hypotheken glätten.

Die Maßnahme deutet darauf hin, dass das Management die Ertragsstabilität in einem bewegten Zinsumfeld transparenter darstellen will – offenbar als Vorbereitung auf den anstehenden Quartalsbericht.

Technische Warnung trifft auf fundamentale Stärke

Zum Handelsende bildete sich im Chart ein "Shooting Star" – eine Formation, die kurzfristig als Verkaufssignal gewertet wird. Der Tagesverlust von 1,2 Prozent unterstreicht diese technische Schwäche.

Die fundamentale Seite zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,5 liegt deutlich unter dem Branchenschnitt. Das PEG-Ratio von 0,39 gilt als attraktiv. Zacks Investment Research führt die Aktie mit einem "Buy"-Rating. Nach einer Rally von über 96 Prozent auf Jahressicht könnte die aktuelle Konsolidierung Value-Investoren anziehen.

Breite operative Aktivität

Parallel zum SEC-Filing zeigt sich die Bank zum Jahresstart operativ äußerst aktiv. Die hauseigene Analystenabteilung stufte binnen 24 Stunden Shake Shack hoch und senkte Liontrust Asset Management auf Verkaufen. Zudem emittierte das Institut neue fünfjährige Market-Linked Notes, die an einen Korb internationaler Indizes gekoppelt sind.

Diese Aktivitäten belegen die operative Breite des Instituts – während US-Indizes neue Allzeithochs markierten und eine Rotation in Finanzwerte ("Great Rotation") stattfand.

Entscheidung Ende Januar

Am 29. Januar folgen die Quartalszahlen für das vierte Quartal. Das jüngste SEC-Filing signalisiert, dass das Management bestrebt ist, Überraschungen bei der Ergebnisvolatilität zu minimieren. Kurzfristig muss die Aktie die Marke von 33,40 Euro verteidigen, um das technische Verkaufssignal zu entkräften. Analysten sehen das durchschnittliche Kursziel bei 38,00 Euro – womit die Bewertungslücke von zwölf Prozent im Raum steht.

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