DeFi Technologies startet mit Gegenwind ins neue Jahr. Während die Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen sind, nimmt der juristische Druck auf das Unternehmen zu. Parallel wirbt das Management mit einem ambitionierten Wachstumsplan für 2026 und verweist auf eine solide Finanzbasis.

Sammelklage mit Fristende im Januar

Mehrere Anwaltskanzleien, darunter Faruqi & Faruqi, LLP sowie Bronstein, Gewirtz & Grossman, LLC, haben heute Investoren erneut auf eine laufende Sammelklage hingewiesen. Hintergrund ist eine bundesweite Wertpapier-Sammelklage, für die Aktionäre noch bis zum 30. Januar eine Rolle als Lead Plaintiff beantragen können.

In den Klageschriften wird dem Unternehmen und einzelnen Führungskräften vorgeworfen, gegen US-Wertpapiergesetze verstoßen zu haben. Im Kern geht es um Angaben zur „DeFi Alpha“-Arbitragestrategie, die als wichtiger Umsatztreiber gilt. Die Kläger führen unter anderem an:

  • Verzögerungen im Arbitrage-Geschäft: Angeblich nicht offengelegte Verzögerungen bei der Umsetzung der DeFi-Arbitragestrategie.
  • Wettbewerbsdruck: Der Konkurrenzdruck durch andere Digital Asset Treasury (DAT)-Anbieter soll verharmlost worden sein.
  • Deutliche Prognosekürzung: In der Folge senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 von 218,6 Millionen US-Dollar auf rund 116,6 Millionen US-Dollar.

Auslöser der rechtlichen Schritte ist die Marktreaktion auf die Zahlen zum dritten Quartal, die im November 2025 veröffentlicht wurden. Damals meldete DeFi Technologies einen Umsatzrückgang von knapp 20 Prozent und blieb hinter den Markterwartungen zurück.

Expansionsplan 2026 als Gegenakzent

Parallel zu den juristischen Belastungen setzt das Management auf eine Wachstumsstory. In einem kurz vor dem Jahreswechsel veröffentlichten Jahresendbrief an die Anteilseigner skizzierte CEO Johan Wattenström die Strategie für 2026 und hob die finanzielle Ausgangslage hervor.

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Zentrale Punkte des Plans:

  • Solide Finanzbasis: Zum Ende des dritten Quartals 2025 verfügte das Unternehmen über 165,7 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, Äquivalenten und Digital-Asset-Treasury-Beständen.
  • Produktpalette ausgebaut: Die Tochter Valour hat ihr Angebot auf 102 börsengehandelte Produkte (ETPs) erweitert.
  • Breitere Marktpräsenz: Notierungen bestehen unter anderem an der London Stock Exchange, der SIX Swiss Exchange und der brasilianischen Börse B3.
  • Neues Geschäftsfeld: 2026 soll „Valour Custody“ als eigenständige Sparte starten und Dienstleistungen für externe Kunden anbieten.

Damit versucht DeFi Technologies, die Wahrnehmung weg von den kurzfristigen Problemen hin zu langfristigen Wachstumschancen zu lenken.

Kursentwicklung und Finanzrahmen

Die jüngste Kursentwicklung spiegelt die Spannungsfelder im Geschäftsmodell wider. Nach der deutlichen Kürzung der Umsatzprognose im November kam es zu kräftigen Schwankungen im Handel mit der Aktie. Ende Dezember 2025 bewegte sich der Kurs in einer Spanne von 0,74 bis 0,82 US-Dollar und lag damit klar unter den 52-Wochen-Höchstständen.

Im Markt wird insbesondere abgewogen, wie sich die rechtlichen Risiken zur finanziellen Ausstattung des Unternehmens verhalten. DeFi Technologies verweist auf eine im Jahr 2025 erfolgte Kapitalaufnahme von 100 Millionen US-Dollar sowie eine schuldenfreie Bilanz. Zugleich bleibt die reduzierte Umsatzguidance für 2025 ein wesentlicher Kritikpunkt, da sie die Umsetzungsschwierigkeiten im eng umkämpften Bereich des digitalen Asset-Arbitragegeschäfts offenlegt.

Doppelte Herausforderung zu Jahresbeginn

Aktionäre sehen sich derzeit mit zwei Ebenen der Entwicklung konfrontiert. Auf der einen Seite steht die Sammelklage, deren Frist für die Lead-Plaintiff-Rolle am 30. Januar endet und die Vorwürfe rund um angebliche Transparenz- und Governance-Mängel im Fokus hält. Auf der anderen Seite setzt DeFi Technologies seine umfangreichen Liquiditätsreserven ein, um das regulierte Asset-Management-Geschäft international auszubauen und mit „Valour Custody“ 2026 ein zusätzliches Geschäftsfeld zu etablieren.

Für den weiteren Verlauf des Jahres wird entscheidend sein, wie sich die juristischen Verfahren entwickeln und ob das Unternehmen seine Expansions- und Custody-Pläne planmäßig und ohne weitere negative Überraschungen umsetzen kann.

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