DeFi Technologies startet mit einem tief gefallenen Aktienkurs und hoher rechtlicher Unsicherheit ins neue Jahr. Das Management präsentiert ambitionierte Wachstumspläne, während Sammelklagen wegen der schwachen Entwicklung 2025 anstehen. Für Anleger prallen damit Expansionsfantasie und Vertrauensverlust direkt aufeinander.

Aktie nahe Jahrestief

Die Aktie von DeFi Technologies beendete die letzte Sitzung 2025 bei rund 0,75 bis 0,76 US‑Dollar. Damit liegt der Kurs nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief von 0,73 US‑Dollar und verlor allein in der finalen Handelssitzung über 6 %.

Im Quartalsverlauf war der Rückgang deutlich heftiger. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 4,95 US‑Dollar ist der Titel aktuell rund 85 % entfernt. Die Marktkapitalisierung bewegt sich nur noch im Bereich von etwa 286 bis 291 Mio. US‑Dollar.

Der Abwärtstrend fällt in eine Phase allgemeiner Schwäche im Kryptobereich. Bitcoin rutschte heute auf etwa 87.500 bis 88.000 US‑Dollar ab und verstärkt damit den Druck auf Krypto-verbundene Werte.

CEO setzt auf globales Wachstum

Trotz des Kursverfalls setzt die Unternehmensführung auf Expansion. In einem Aktionärsbrief vom 31. Dezember 2025 skizzierte der CEO einen „Wachstumsplan“ für 2026. Ziel ist der Aufbau zu einem führenden globalen Asset-Manager im Digital-Asset-Bereich.

Zentrale Punkte aus dem Schreiben:

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  • Produktpalette: Die Tochter Valour bietet inzwischen 102 börsennotierte Digital-Asset-ETPs an.
  • Regionale Expansion: Neue Listings erfolgten an der London Stock Exchange (LSE), der SIX Swiss Exchange sowie an der brasilianischen B3. Damit treibt DeFi Technologies insbesondere den Markteintritt in Lateinamerika voran.
  • Zukünftige Märkte: Für 2026 ist eine weitere Expansion nach Afrika und in den Nahen Osten ausdrücklich geplant.

Zusätzlich wurde am 31. Dezember 2025 gemeldet, dass TenX Protocols eine unabhängige Trading-Gruppe beauftragt und ein Beratungshonorar an DeFi Technologies in Form von über 326.000 Aktien beglichen hat. Das signalisiert laufende B2B-Aktivitäten, obwohl das Marktumfeld schwach ist.

Sammelklagen nach Q3-Schock

Hauptbelastungsfaktor für die Aktie ist der Vertrauensbruch nach den Q3-Zahlen 2025. Mehrere Kanzleien – darunter Rosen Law Firm, Robbins LLP und The Gross Law Firm – werben aktiv um Anleger für Sammelklagen. Die Frist für Hauptkläger läuft bis zum 30. Januar 2026.

Den Klagen zufolge soll das Unternehmen irreführende oder unvollständige Angaben gemacht haben zu:

  1. Verzögerungen in der DeFi-Arbitragestrategie,
  2. unterschätzten Wettbewerbsrisiken,
  3. unrealistischen Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2025.

Auslöser waren die Unternehmensmeldungen von Mitte November 2025. DeFi Technologies berichtete damals einen Umsatzrückgang von knapp 20 % und senkte die Umsatzprognose für 2025 deutlich – von 218,6 Mio. auf rund 116,6 Mio. US‑Dollar. Die Aktie brach daraufhin sofort um mehr als 27 % ein. Von diesem Kurssturz hat sich der Titel bislang nicht erholt.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: Rund 0,76 US‑Dollar, nahe 52‑Wochen-Tief
  • Analystenstimmung: „Moderate Buy“ bis „Strong Buy“ (Daten u. a. von MarketBeat, WallStreetZen)
  • Kursziele: Durchschnittlich etwa 4,50 US‑Dollar, Morningstar errechnet einen Fair Value von 3,00 US‑Dollar
  • Wettbewerb: Konkurrent Bitwise hat am 31. Dezember 2025 Anträge für 11 neue Altcoin-ETFs (u. a. AAVE, UNI) eingereicht und erhöht damit den Druck im Krypto-Asset-Management
  • Krypto-Bezug: Der Rückgang von Bitcoin auf etwa 87.500 US‑Dollar verstärkt die Kursanfälligkeit von DeFi Technologies gegenüber Marktschwankungen im Kryptosektor

Marktumfeld und Perspektiven für 2026

Parallel zur Expansion der Valour-ETPs in Europa und Brasilien verschärft sich der Wettbewerb, insbesondere aus den USA. Die neuen ETF-Anträge von Bitwise bei der SEC deuten darauf hin, dass Eintrittsbarrieren im Bereich Krypto-Investmentprodukte sinken und sich Produktangebote angleichen.

Unternehmenspräsident Andrew Forson sieht für 2026 vor allem Stablecoins und die Tokenisierung realer Vermögenswerte als Wachstumstreiber. Das passt zu den Branchendaten: Das globale Stablecoin-Volumen liegt inzwischen bei rund 300 Mrd. US‑Dollar.

Entscheidend wird nun, ob DeFi Technologies mit der Expansion nach Brasilien und an die LSE genügend Umsatz generieren kann, um die stark reduzierte Prognose zu erreichen – und gleichzeitig die Belastungen aus den Sammelklagen bis zur Frist Ende Januar zu managen.

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