Die Aktie von DeFi Technologies hat sich nach dem Kurssturz Ende 2025 zwar um die Marke von 1,09 US‑Dollar eingependelt, doch die rechtlichen Risiken bleiben hoch. Mehrere Sammelklagen in den USA sorgen für Unsicherheit, insbesondere für Anleger, die zwischen Mai und November 2025 Verluste erlitten haben. Für diese Gruppe läuft heute eine wichtige Frist: Nur noch bis zum 30. Januar können sie sich als führende Kläger (Lead Plaintiffs) registrieren lassen. Die offene Rechtslage belastet die Stimmung weiterhin spürbar.

Hintergrund: Deutliche Senkung der Umsatzprognose

Auslöser der aktuellen Situation war eine massive Korrektur der Umsatzprognose im November 2025. Am 14. November senkte DeFi Technologies seine Erwartung für den Gesamtjahresumsatz 2025 deutlich und überraschte damit den Markt.

  • Frühere Umsatzprognose 2025: rund 218,6 Mio. US‑Dollar
  • Neue Umsatzprognose 2025: rund 116,6 Mio. US‑Dollar
  • Rückgang der Prognose: knapp 47 %

Die drastische Anpassung zwang viele Marktteilnehmer, die Wachstumsperspektive des Unternehmens neu zu bewerten. In den Tagen nach der Ankündigung brach der Kurs um etwa 40 % ein – von rund 1,75 US‑Dollar auf Niveaus nahe 1,05 US‑Dollar.

Inhalt der Sammelklagen

Mehrere auf Wertpapierrecht spezialisierte Kanzleien, darunter The Rosen Law Firm und Faruqi & Faruqi, werben seit Wochen um geschädigte Anleger vor Ablauf der Frist. In den Klagen wird DeFi Technologies vorgeworfen, irreführende oder unvollständige Angaben gemacht zu haben.

Kernpunkte der Vorwürfe sind:

  • Verzögerungen bei „DeFi Alpha“
    Das Unternehmen soll wesentliche Verzögerungen bei der Umsetzung seiner Arbitrage-Strategie „DeFi Alpha“ nicht rechtzeitig offengelegt haben, obwohl diese Strategie als wesentlicher Umsatztreiber geplant war.

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  • Wettbewerb nicht klar benannt
    In den Beschwerden heißt es, DeFi Technologies habe die Intensität des Wettbewerbs durch andere Digital-Asset-Treasury-Anbieter verharmlost oder nicht ausreichend transparent dargestellt.

  • Nicht tragfähige Prognosen
    Vor diesem Hintergrund wird die frühere Umsatzprognose von rund 218 Mio. US‑Dollar als unrealistisch bezeichnet. Sie soll zum Zeitpunkt ihrer Aufrechterhaltung keine hinreichende Grundlage gehabt haben.

Ob diese Vorwürfe am Ende vor Gericht Bestand haben, ist offen, doch sie verstärken den Druck auf das Management.

Bewertung und Analystenperspektive

Aktuell kommt DeFi Technologies auf eine Marktkapitalisierung von rund 420 Mio. US‑Dollar. Trotz der Kursverluste bleibt das Handelsvolumen hoch: Im Durchschnitt wechseln etwa 3,78 Millionen Aktien pro Tag den Besitzer.

Ein Teil der Analystenkommentare aus dem späten Jahr 2025 zeigt sich weiterhin positiv, vor allem mit Blick auf den inneren Wert der Vermögenswerte – insbesondere der Tochtergesellschaft Valour. Historische Kursziele lagen teils deutlich über dem heutigen Kursniveau von rund 1,09 US‑Dollar. Gleichzeitig ist zu beachten, dass solche Einschätzungen oft zeitverzögert auf schnelle fundamentale Veränderungen reagieren und aktuell erhebliche Risiken in Bezug auf Unternehmensführung und Umsetzung in den Kurs eingepreist sind.

Ausblick für Aktionäre

Für bestehende Aktionäre steht kurzfristig weniger die tägliche Schwankung um die Marke von 1,00 US‑Dollar im Mittelpunkt, sondern der weitere Verlauf der Sammelklagen und die Frage, ob das Management Vertrauen zurückgewinnen kann. Die „DeFi Alpha“-Strategie bleibt ein zentraler Bestandteil der optimistischen Szenarien, ihre Umsetzung wird nun aber sehr genau verfolgt.

Anleger müssen das derzeit gedrückte Bewertungsniveau gegen den anhaltenden Rechtsüberhang abwägen. Mit dem heutigen Ablauf der Frist für die Anmeldung als Lead Plaintiff in den Sammelklagen endet zunächst ein wichtiger Abschnitt auf der juristischen Seite. Operativ richtet sich der Blick nun auf den nächsten Ergebnisbericht: Entscheidend wird sein, ob DeFi Technologies die reduzierte Umsatzprognose von 116,6 Mio. US‑Dollar erreicht oder verfehlt – das wäre ein klarer Hinweis darauf, ob der im November vollzogene Kurswechsel in der Guidance eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung bildet.

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