DeFi Technologies steckt in einer schwierigen Phase: Die Aktie steht unter Druck, während mehrere Kanzleien wegen laufender Sammelklagen aktiv um Anleger werben. Im Vordergrund steht dabei weniger die operative Entwicklung, sondern die Unsicherheit rund um mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze.

Am Freitag gab das Papier um 1,82 % nach und schloss bei 1,08 US‑Dollar. Heute setzt sich der Belastungsfaktor „Rechtsrisiken“ fort und überlagert die fundamentalen Kennzahlen des Unternehmens.

Sammelklagen rücken in den Fokus

Auslöser der negativen Stimmung sind Vorwürfe zu Unternehmensangaben im Zeitraum vom 12. Mai 2025 bis 14. November 2025. Mehrere Sammelklagen behaupten, DeFi Technologies habe in dieser Phase falsche oder irreführende Aussagen gemacht und damit gegen US‑Wertpapiergesetze verstoßen.

Mehrere große Kanzleien, darunter Pomerantz LLP und Rosen Law Firm, erinnern derzeit mit hoher Frequenz an die Frist zur Anmeldung als Lead Plaintiff. Anleger haben noch bis zum 30. Januar Zeit, sich für diese Rolle zu bewerben. Die Vielzahl dieser Hinweise hält das Thema juristische Risiken permanent präsent und verstärkt die Zurückhaltung vieler Marktteilnehmer.

Der jüngste Kursrutsch auf 1,08 US‑Dollar, was rund 1,54 Kanadischen Dollar auf der NEO Exchange entspricht, signalisiert eine abwartende Haltung: Viele Investoren scheinen zunächst Klarheit über den Fortgang der Verfahren abwarten zu wollen, bevor sie das Wachstumspotenzial des Geschäfts erneut bewerten.

Bewertung: Uneinheitliche Kennzahlen

Auf der Bewertungsseite entsteht ein gemischtes Bild. Verschiedene Datenanbieter weisen teils stark abweichende Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) aus, einige kommen sogar auf negative Werte. Damit verliert das KGV als Maßstab in der aktuellen Situation an Aussagekraft.

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Etwas stabiler wirkt der Blick auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV):

  • Berichte verschiedener Quellen: KUV-Spanne von etwa 3,02 bis 6,33
  • Interpretation: Deutlich unterschiedliche Einschätzungen zur künftigen Ertragskraft

Die breite Spanne deutet auf erhebliche Unsicherheit hin, wie die laufenden Rechtsstreitigkeiten die künftigen Ergebnisse und damit eine faire Bewertung beeinflussen könnten.

Belastendes Umfeld für DeFi-Sektor

Zusätzlich zu den unternehmensspezifischen Klagen verschlechtert sich das regulatorische Umfeld für den DeFi‑Sektor insgesamt. Am 14. Januar wurde bekannt, dass Coinbase seine Unterstützung für den US‑Gesetzentwurf „CLARITY Act“ zurückgezogen hat. Dieser Entwurf sollte einen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen.

Coinbase begründete den Rückzug mit der Sorge, der Entwurf könnte DeFi‑Protokolle überregulieren und Erträge aus Stablecoin‑Angeboten einschränken. Damit sinken vorerst die Hoffnungen auf eine schnelle, innovationsfreundliche Regulierung in den USA.

Für Unternehmen mit klarem DeFi‑Schwerpunkt wie DeFi Technologies entsteht dadurch ein schwierigeres Umfeld:

  • Unsicherheit über zukünftige Regulierung in den USA
  • Erschwerte Planbarkeit für DeFi‑Geschäftsmodelle
  • Gleichzeitige Belastung durch individuelle Rechtsrisiken

Interessant ist der Kontrast zu Bitcoin: Die größte Kryptowährung notiert weiter auf hohen Niveaus, während DeFi‑Aktien wie DeFi Technologies deutlich schwächer unterstützt wirken.

Ausblick auf den 30. Januar

Kurzfristig konzentriert sich der Blick der Anteilseigner auf den 30. Januar als Frist für die Anträge auf die Rolle des Lead Plaintiff in der Sammelklage. Wie sich die Verfahren ab diesem Zeitpunkt konkret entwickeln, dürfte den Ton für die kurzfristige Kursrichtung vorgeben.

Technisch nähert sich die Aktie einer psychologisch wichtigen Marke um 1,00 US‑Dollar. Hält der juristische Druck an und bleibt es bei ausfallenden positiven operativen Impulsen, ist mit anhaltend schwankungsanfälliger Kursentwicklung zu rechnen. Kommt es hingegen zu mehr Klarheit über Umfang und Tragweite der rechtlichen Risiken, könnten Investoren verstärkt andere Bewertungskennzahlen als das derzeit wenig aussagekräftige KGV heranziehen und die operative Perspektive wieder stärker in den Vordergrund rücken.

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