Die Aktie von DeFi Technologies steht wegen einer Wertpapier-Sammelklage unter erheblichem Druck. Mehrere Kanzleien gehen rechtlich gegen das Unternehmen vor und werfen irreführende Aussagen zu Geschäftsaussichten und Strategie vor. Für betroffene Anleger rückt eine zentrale Frist näher, die über ihre Rolle im Verfahren entscheiden kann.

Wichtige Frist für Anleger

Die Klage richtet sich gegen Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Wertpapiere von DeFi Technologies erworben haben.

Kernpunkt ist die Möglichkeit, als sogenannter Lead Plaintiff (Hauptkläger) aufzutreten.
Dafür gilt eine Frist bis zum 30. Januar 2026.

Diese Rolle ist vor allem für Anleger interessant, die nach eigener Einschätzung deutliche Verluste erlitten haben und aktiv Einfluss auf die Prozessführung nehmen wollen. Inhaltlich dreht sich der Streit darum, ob das Management wesentliche Risiken und Probleme rechtzeitig und vollständig offengelegt hat.

DeFi-Strategie im Mittelpunkt der Vorwürfe

Im Zentrum der Klageschrift steht die DeFi-Alpha-Arbitragestrategie, ein zentrales Ertragsbaustein des Unternehmens. Den Angaben der Kläger zufolge sollen:

  • Verzögerungen bei der Umsetzung der DeFi-Arbitragestrategie aufgetreten sein,
  • der Wettbewerbsdruck durch andere Digital-Asset-Treasury-Anbieter unterschätzt beziehungsweise zu niedrig dargestellt worden sein,
  • diese Konkurrenz die erfolgreiche Umsetzung der Arbitragegeschäfte beeinträchtigt haben,
  • und das Unternehmen deshalb seine bisherige Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich nicht erreichen können.

Die Kläger leiten daraus ab, dass die Ertragskraft des Geschäfts zu positiv dargestellt worden sein könnte.

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Schwache Zahlen und Kursreaktion

Die Vorwürfe knüpfen direkt an die Finanzberichterstattung Ende 2025 an.

Am 14. November 2025 meldete DeFi Technologies:

  • einen Umsatzrückgang von knapp 20 % im dritten Quartal,
  • eine deutliche Senkung der Umsatzprognose für 2025 von 218,6 Mio. US-Dollar auf rund 116,6 Mio. US-Dollar.

Begründet wurde dieser Schritt mit einer Verzögerung bei der Realisierung von DeFi-Alpha-Arbitragemöglichkeiten – ausgelöst durch stärkeren Wettbewerb und veränderte Marktbedingungen.

Die Börse reagierte deutlich: In den zwei Handelstagen nach der Bekanntgabe brach die Aktie um 27,59 % ein. Genau diese Kombination aus Prognosekürzung, Begründung und Kurssturz bildet einen zentralen Anknüpfungspunkt der Klage.

Positive Signale aus der Tochter Valour

Parallel zu den juristischen und operativen Herausforderungen berichtet eine Konzerntochter von Rekordzuflüssen.

Die DeFi-Technologies-Tochter Valour gab am 12. Januar 2026 bekannt, für das Jahr 2025 Nettozuflüsse von geschätzt 138,2 Mio. US-Dollar erzielt zu haben. Laut Unternehmen handelt es sich um den höchsten Jahreswert in der Geschichte von Valour. Bemerkenswert: In keinem Monat des Jahres 2025 kam es zu Nettoabflüssen.

Damit steht einem deutlich eingetrübten Bild auf Konzernebene eine Tochter gegenüber, die beim verwalteten Volumen weiter wächst. Wie stark sich die Entwicklungen bei Valour künftig in Umsatz und Ertrag von DeFi Technologies niederschlagen, dürfte vor allem von der weiteren Umsetzung der Arbitragestrategie und dem Verlauf der Sammelklage abhängen.

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