DeFi Technologies steckt in einer heiklen Phase. Die Aktie pendelt heute um 1,13 US‑Dollar, während sich der Markt weiter auf eine Reihe von Sammelklagen in den USA fokussiert. Mit dem Ablauf der Frist für sogenannte Lead Plaintiff-Anträge Ende Januar rückt vor allem die juristische Aufarbeitung des Geschäftsjahres 2025 in den Mittelpunkt.

Juristische Frist rückt näher

Mehrere auf Anlegerklagen spezialisierte Kanzleien, darunter The Gross Law Firm, Faruqi & Faruqi sowie Levi & Korsinsky, haben gestern und heute erneut auf die laufenden Verfahren hingewiesen. Betroffen sind Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 in die Aktie eingestiegen sind.

Sie können sich nur noch bis zum 30. Januar als Hauptkläger registrieren lassen. Inhaltlich richten sich die Vorwürfe gegen zentrale Aussagen des Managements zur Geschäftsstrategie:

  • Verdeckte Verzögerungen bei der Umsetzung der DeFi-Arbitrage-Strategie
  • Deutliche Unterschätzung des Wettbewerbs im Bereich Digital Asset Treasury
  • Daraus abgeleitete, unrealistische Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2025

Die Sammelklagen knüpfen damit direkt an die Ereignisse im Herbst 2025 an.

Auslöser: Prognosesturz im November

Die aktuelle Klagewelle ist eine Folge der Entwicklungen im November 2025. Am 13. November meldete DeFi Technologies Quartalszahlen, die deutlich unter den Markterwartungen lagen. Der Umsatz verfehlte die Prognosen um fast 20 %.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DeFi Technologies?

In der Folge musste das Management die Jahresumsatzprognose von ursprünglich 218,6 Mio. US‑Dollar auf rund 116,6 Mio. US‑Dollar zurücknehmen – eine Reduktion um etwa 46 %. Parallel dazu trat der CEO zurück.

Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend deutlich aus: Innerhalb weniger Tage verlor die Aktie über 27 % und fiel auf 1,05 US‑Dollar. Mit dem aktuellen Kurs von 1,13 US‑Dollar hat sich der Titel in den vergangenen zwei Monaten nur leicht vom Tief gelöst und notiert weiter nahe der 52‑Wochen-Spanne von 0,73 bis 4,95 US‑Dollar.

Marktreaktion und Analysten

Trotz der anhaltend negativen Nachrichten gibt es einzelne Stabilisierungstendenzen. Gestern legte die Aktie um 3,7 % zu und widersetzte sich damit dem belastenden Newsflow. Marktbeobachter führen diese Entwicklung vor allem auf eine freundlichere Stimmung im breiteren Kryptosegment zurück – unter anderem durch Zuflüsse in Bitcoin-ETFs und Spekulationen rund um das US‑Regelwerk „CLARITY Act“.

Auf Analystenseite überwiegt dennoch Zurückhaltung. In gängigen Konsensübersichten ergibt sich zwar formal ein „Moderate Buy“-Rating mit einem theoretischen Durchschnittskursziel von 4,50 US‑Dollar, die jüngsten Anpassungen liegen jedoch deutlich darunter. So wurde gestern ein Kursziel um rund 13,5 % auf 2,41 US‑Dollar gesenkt. Morningstar berechnet aktuell einen quantitativen Fair Value von 2,82 US‑Dollar, weist die Unsicherheit aber explizit als „hoch“ aus.

Die wichtigsten Eckdaten

  • Aktueller Kurs: ca. 1,13 US‑Dollar (heute)
  • Frist Sammelklage: 30. Januar 2026 (Lead Plaintiff-Antrag)
  • Kernvorwürfe: Irreführende Aussagen zu Arbitrage-Strategie und Wettbewerb
  • Auslöser: Q3‑2025‑Umsatzverfehlung und Prognosesenkung um 46 %
  • Marktkapitalisierung: rund 436 Mio. US‑Dollar
  • Short Interest: etwa 6,98 % des Freefloats

Ausblick: Risiko und Bewertung

Die kommenden Wochen werden vor allem juristisch geprägt sein. Mit Ablauf der Frist am 30. Januar endet die erste Mobilisierungsphase der Sammelklagen, danach rückt die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vorwürfen stärker in den Vordergrund.

Anleger stehen damit vor einem klaren Spannungsfeld aus Bewertung und Risiko: Die Aktie notiert deutlich unter den von Modellen abgeleiteten Fair-Value-Schätzungen, gleichzeitig belasten substanzielle rechtliche und operative Unsicherheiten. Der Short Interest von knapp 7 % zeigt, dass ein spürbarer Teil des Marktes weiter auf fallende Kurse setzt oder den Titel zur Absicherung nutzt. Ohne operative Fortschritte, die den Vertrauensverlust aus Ende 2025 gezielt adressieren, bleibt das Erholungspotenzial aus heutiger Sicht begrenzt.

DeFi Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DeFi Technologies-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:

Die neusten DeFi Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DeFi Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DeFi Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...