DeFi Technologies Aktie: Klagen drücken
Die Aktie von DeFi Technologies bleibt unter deutlichem Druck, während für geschädigte Anleger eine zentrale Frist näher rückt. Um 1,10 US‑Dollar notiert der Titel heute im Minus, zusätzlich belastet durch eine jüngste Kurszielsenkung. Im Mittelpunkt stehen Sammelklagen wegen mutmaßlich irreführender Aussagen und massiven Prognosekürzungen.
Sammelklagen und Frist bis 30. Januar
Mehrere spezialisierte Kanzleien wie Pomerantz LLP, Kirby McInerney LLP und The Gross Law Firm rufen aktuell Anleger zur Teilnahme an einer Sammelklage auf. Betroffen sind Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Verluste erlitten haben.
Wesentlich ist dabei eine konkrete Frist:
Bis zum 30. Januar 2026 können sich Anteilseigner als sogenannte Lead Plaintiff (Hauptkläger) in dem Wertpapier-Sammelverfahren registrieren lassen.
Im Kern werfen die Klagen dem Unternehmen vor, wesentliche falsche oder irreführende Angaben zu seinem Kerngeschäft gemacht zu haben. Speziell geht es um die „DeFi Alpha“-Arbitragestrategie. Das Management soll erhebliche Verzögerungen bei der Umsetzung verschwiegen und die negativen Folgen des Wettbewerbs durch andere Digital Asset Treasury (DAT)‑Anbieter nicht offengelegt haben.
Auslöser der Krise: Prognosebruch und CEO-Rücktritt
Die aktuelle Situation ist das Ergebnis mehrerer belastender Meldungen aus dem Spätjahr 2025, die den Kurs sichtbar unter Druck gebracht haben.
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Sättigung im Arbitragemarkt:
Am 6. November 2025 räumte das Unternehmen ein, dass konkurrierende DATs einen „signifikanten Teil“ der Arbitragemöglichkeiten abgefangen oder verzögert haben. Die Aktie verlor daraufhin über 7 % und fiel auf 1,62 US‑Dollar. -
Einbruch der Umsatzprognose:
Am 14. November 2025 meldete DeFi Technologies einen Umsatzrückgang von fast 20 % und kappte gleichzeitig die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2025 deutlich – von 218,6 Mio. US‑Dollar auf rund 116,6 Mio. US‑Dollar. Damit wurde die bisherige Guidance nahezu halbiert. -
Führungswechsel in der Krise:
Parallel zu dieser schwachen Finanzmeldung trat CEO Olivier Roussy Newton zurück. Bis zum 17. November 2025 rutschte der Kurs daraufhin um weitere 27,6 % auf 1,05 US‑Dollar ab.
Diese Ereigniskette ist auch der Ausgangspunkt der Vorwürfe, das Management habe Risiken im Arbitragegeschäft zu spät oder unzureichend kommuniziert.
Analysten reagieren mit Kurszielsenkung
Die Nachwirkungen der Krise zeigen sich heute nicht nur im Kursverlauf, sondern auch in den Einschätzungen der Analysten. Ein aktuelles Research hat das Kursziel für die Aktie um 13,48 % reduziert und liegt nun bei 2,41 US‑Dollar. Zwar signalisiert dieses Niveau ausgehend vom aktuellen Kurs weiterhin theoretisches Aufwärtspotenzial, die Senkung spiegelt jedoch einen erhöhten Risikoabschlag und einen Vertrauensverlust nach der Guidance-Kürzung wider.
Charttechnisch präsentiert sich das Papier schwach. Die Umsätze im Handel bleiben erhöht, was auf anhaltende Unsicherheit über den Ausgang der Verfahren und die Frage hinweist, ob das Unternehmen seine Arbitragemargen im stärker umkämpften Markt wieder stabilisieren kann.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
- Aktueller Kurs: 1,10 US‑Dollar (-1,79 % intraday)
- Rechtliche Frist: Anträge als Lead Plaintiff bis 30. Januar 2026
- Analystenreaktion: Kurszielkürzung auf 2,41 US‑Dollar (-13,48 %)
- Hauptvorwurf: Nicht offengelegte Konkurrenz- und Umsetzungsrisiken bei der „DeFi Alpha“-Strategie
- Finanzieller Einschlag: Umsatzprognose 2025 von 218,6 Mio. auf ca. 116,6 Mio. US‑Dollar zurückgenommen
Ausblick: Fokus auf Rechtstermine und Geschäftsmodell
Kurzfristig richtet sich der Blick der Marktteilnehmer vor allem auf das Auslaufen der Klagefrist Ende Januar und die weitere Entwicklung der Sammelklagen. Parallel bleibt entscheidend, ob DeFi Technologies sein Geschäftsmodell in einem gesättigten Arbitragemarkt anpassen und wieder profitabler ausrichten kann. Bis hier klare Signale folgen, dürfte die Aktie in einer anfälligen Ausgangslage verbleiben.
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