Die Aktie von DeFi Technologies steht in einem ausgeprägt volatilen Umfeld. Nach einem Rückgang von 6,2 % auf rund 0,88 US‑Dollar bleibt der Titel technisch klar angeschlagen. Gleichzeitig sorgt eine Hochstufung durch Wall Street Zen von „Sell“ auf „Hold“ für Diskussionen, ob die jüngsten Rückschläge im Kurs bereits eingepreist sind.

Technische Lage klar schwach

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie in einem deutlichen Abwärtstrend. Der Kurs liegt klar unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 1,05 US‑Dollar und noch weiter unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 1,90 US‑Dollar. Diese Diskrepanz signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck.

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Der Abstand zum 12‑Monats‑Tief von 0,73 US‑Dollar ist gering, nachdem die Aktie zuvor von einem 52‑Wochen‑Hoch bei 4,95 US‑Dollar deutlich abgegeben hat. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit rund 340 Millionen US‑Dollar. Mit einem Beta von 4,34 reagiert der Wert extrem sensibel auf Bewegungen im Krypto‑Sektor und unternehmensspezifische Nachrichten.

Hochstufung trifft auf Klagewelle

Wall Street Zen hat die Aktie am Wochenende von „Sell“ auf „Hold“ hochgestuft. Diese Einstufung deutet darauf hin, dass zumindest ein Teil der negativen Entwicklungen aus Sicht der Analysten im aktuellen Bewertungsniveau berücksichtigt sein könnte.

Dem steht jedoch eine Reihe von Sammelklagen gegenüber, die die Stimmung belasten. Mehrere Kanzleien, darunter Pomerantz LLP und The Rosen Law Firm, rufen Investoren aktuell dazu auf, sich bis zum 30. Januar 2026 als mögliche Hauptkläger zu registrieren. Im Kern geht es um den Vorwurf, das Unternehmen habe zwischen Mai und November 2025 irreführende Aussagen zu seinen Geschäftsaussichten gemacht.

Gründe für die aktuelle Schwäche

Die jüngste Kursschwäche steht in direktem Zusammenhang mit den Zahlen zum dritten Quartal, die im November 2025 veröffentlicht wurden. DeFi Technologies verfehlte die Markterwartungen deutlich:

  • Umsatz: 22,53 Mio. US‑Dollar statt erwarteter 41,00 Mio. US‑Dollar
  • Ergebnis je Aktie (EPS): 0,01 US‑Dollar statt prognostizierter 0,07 US‑Dollar
  • Ausblick: Umsatzprognose für 2025 von 218,6 Mio. US‑Dollar auf rund 116,6 Mio. US‑Dollar gekappt

Das Management führte die Abweichungen unter anderem auf Verzögerungen bei Arbitrage‑Strategien und stärkeren Wettbewerb im Bereich digitaler Asset‑Treasuries zurück. Im Anschluss trat der damalige CEO Newton zurück und wechselte in eine Beraterrolle, was das Vertrauen am Markt zusätzlich belastete.

Expansion nach Brasilien

Parallel zu den Problemen im Heimatmarkt treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran. Die Tochtergesellschaft Valour Inc. hat im Dezember 2025 mehrere Exchange Traded Products (ETPs) an der brasilianischen Börse B3 gelistet, darunter ein Produkt auf Solana (VSOL) sowie eine Brazilian Depositary Receipt (BDR) auf die Stammaktien des Unternehmens.

Mit diesem Schritt adressiert DeFi Technologies die hohe Nachfrage nach Krypto‑Assets in Lateinamerika. Im Kurs spiegelt sich dieser Vorstoß bislang jedoch nicht wider. Das Marktbild wird derzeit vor allem von den Sammelklagen und dem deutlich reduzierten Umsatzausblick geprägt.

Aktuelle Ausgangslage im Überblick

  • Kursniveau: Etwa 0,88 US‑Dollar (Eröffnung am Freitag)
  • Trend: Zuletzt –6,2 %, klar unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt
  • Analystenaktion: Hochstufung auf „Hold“ durch Wall Street Zen
  • Wichtiger Termin: Frist für Hauptkläger in der Wertpapier‑Sammelklage am 30. Januar 2026
  • Bewertung: KGV rund 17,6 bei Marktkapitalisierung von ca. 340 Mio. US‑Dollar

Kurzfristig steht die Aktie im Spannungsfeld zwischen der verschlechterten Guidance, den laufenden rechtlichen Verfahren und der Hoffnung auf Impulse durch die internationale Expansion. Entscheidend wird sein, wie das Unternehmen die reduzierten Ziele für 2025 operativ umsetzt und welche Folgen die Sammelklagen in den kommenden Monaten konkret haben.

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