DeFi Technologies Aktie: Bewährungsprobe unumgänglich
Die DeFi-Technologies-Aktie steht derzeit klar im Zeichen juristischer Risiken. Mehrere Kanzleien haben Sammelklagen eingereicht, die den Umgang des Unternehmens mit Finanzkennzahlen und Prognosen für 2025 ins Zentrum rücken. Für Anleger stellt sich die Frage, wie stark diese Verfahren die Bewertung des Titels einschränken könnten.
Sammelklagen und Vorwürfe
Gegen DeFi Technologies laufen aktuell mehrere US-Wertpapier-Sammelklagen. Betroffen sind Investoren, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Wertpapiere des Unternehmens erworben haben. Kanzleien erinnern daran, dass Betroffene noch bis Ende Januar eine Rolle als Lead Plaintiff beantragen können.
Im Kern werfen die Klagen dem Unternehmen vor, in diesem Zeitraum wesentliche falsche oder irreführende Angaben gemacht und zentrale Informationen nicht offengelegt zu haben. Damit geraten sowohl die Finanzberichterstattung als auch die Kommunikation der Geschäftsstrategie im Jahr 2025 unter rechtlichen Druck.
Konkret werden unter anderem folgende Punkte adressiert:
- Vorwurf: Verzögerungen in der DeFi-Arbitragestrategie („DeFi Alpha“) seien nicht ausreichend offengelegt worden.
- Vorwurf: Der Wettbewerbsdruck durch andere Digital-Asset-Treasury-Anbieter sei unterschätzt worden.
- Folge: Die zuvor ausgegebene Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 konnte nicht erreicht werden.
- Ergebnis: Öffentliche Aussagen des Unternehmens sollen dadurch wesentlich falsch und irreführend gewesen sein.
Finanzprognosen im Fokus
Zentraler Anknüpfungspunkt der Klagen sind die Finanzangaben vom November 2025. Am 13. November meldete DeFi Technologies die Zahlen für das dritte Quartal 2025 und eine deutliche Abkühlung im Geschäft: Die Erlöse gingen im Jahresvergleich um fast 20 % zurück und lagen klar unter den Markterwartungen.
Besonders kritisch war die kräftige Senkung der Jahresumsatzprognose. Die erwarteten Erlöse für 2025 wurden von 218,6 Millionen US-Dollar auf rund 116,6 Millionen US-Dollar reduziert. Das Management begründete diesen Schritt mit einer „Verzögerung bei der Umsetzung von DeFi-Alpha-Arbitrage-Möglichkeiten“.
Diese Kombination aus schwächerer Quartalsentwicklung und halbierter Jahresguidance bildet den Kern der juristischen Angriffe: Kläger argumentieren, die zugrunde liegenden Probleme seien früher erkennbar gewesen und nicht rechtzeitig kommuniziert worden.
Reaktion der Aktie
Die Börse reagierte im November entsprechend deutlich. In den zwei Handelstagen nach der Veröffentlichung der Zahlen und der Prognosesenkung verlor die Aktie 0,40 US-Dollar beziehungsweise 27,59 % und schloss am 17. November 2025 bei 1,05 US-Dollar.
Seitdem pendelt der Kurs in der Nähe seiner Jahrestiefs. Das spiegelt sowohl die Unsicherheit über die geschäftliche Entwicklung als auch die zusätzlichen juristischen Risiken wider, die nun auf dem Papier lasten.
Nächste Schritte und Bedeutung für Anleger
In den kommenden Wochen rückt vor allem die Frist für Lead-Plaintiff-Anträge am 30. Januar in den Vordergrund. Bis dahin dürfte die Kommunikation der beteiligten Kanzleien an Intensität zunehmen und das Thema weiter präsent halten.
Für die Aktie bedeutet dies, dass sie kurzfristig stark von den Fortschritten und Wendungen in den Verfahren geprägt bleibt. Parallel dazu wird entscheidend sein, ob und wie DeFi Technologies seine operative Entwicklung wieder stabilisiert und zu den reduzierten Prognosen aufschließen kann.
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