Deere Aktie: Wechsel im Finanzressort
Deere steht heute vor einem doppelten Belastungstest. Während der Landmaschinenhersteller seine Zahlen für das erste Quartal vorlegt, tritt überraschend Finanzvorstand Joshua Jepsen zurück. In einem schwierigen Marktumfeld stellt sich die Frage: Kann das Unternehmen den erwarteten Gewinneinbruch operativ auffangen?
Sofortiger Personalwechsel an der Spitze
Der Rücktritt von Joshua Jepsen erfolgt mit sofortiger Wirkung am heutigen Donnerstag. Das Unternehmen betonte ausdrücklich, dass die Personalie nicht im Zusammenhang mit Unstimmigkeiten bei der Finanzberichterstattung steht. Mit Ryan Campbell übernimmt ein erfahrener Rückkehrer interimistisch den Posten. Campbell leitete die Finanzen bereits von 2019 bis 2022 und steuerte zuletzt die Sparten Bau- und Forstmaschinen sowie Antriebssysteme.
Trübe Aussichten für die Branche
Die Stimmung im Sektor ist angespannt. Der Konkurrent CNH Industrial lieferte erst vor zwei Tagen ein negatives Signal: Der Jahresüberschuss brach dort im Vergleich zum Vorjahr deutlich ein. Zudem rechnet das CNH-Management für 2026 mit einem weiteren Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Landmaschinen um 5 %. Eine Erholung der Branche zeichnet sich laut Marktexperten womöglich erst für das Jahr 2027 ab.
Gewinnerwartungen und Zollrisiken
Für den heute anstehenden Bericht zum ersten Quartal liegen die Erwartungen niedrig. Analysten rechnen im Konsens mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,92 US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3,19 US-Dollar) entspräche dies einem Rückgang von rund 40 %.
Das Management stuft das laufende Geschäftsjahr bereits als potenziellen Tiefpunkt des aktuellen Zyklus ein. Ein wesentlicher Belastungsfaktor in der Prognose sind neue handelspolitische Rahmenbedingungen: Deere kalkuliert für das Jahr 2026 mit einem Vorsteuer-Gegenwind von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar durch Zölle.
Fokus auf digitale Landwirtschaft
Trotz der konjunkturellen Flaute hält das Unternehmen an seiner technologischen Neuausrichtung fest. Im Rahmen der „Smart Industrial“-Strategie sollen bis Ende des Jahres 1,5 Millionen Maschinen vernetzt sein. Als Erfolg gewertet wird die „See & Spray“-Technologie, die den Einsatz von Herbiziden im vergangenen Jahr auf über 5 Millionen Hektar reduzierte. Diese Daten dienen Investoren als wichtiger Indikator für die Akzeptanz digitaler Präzisionslösungen.
Die heute veröffentlichten Quartalszahlen werden zeigen, ob Deere die Prognose eines Zyklustiefs halten kann oder ob der Abwärtstrend der Branche das Ergebnis stärker als erwartet belastet. Besonders die Aussagen des neuen Interim-CFOs zu den Zollrisiken dürften den weiteren Kursverlauf maßgeblich beeinflussen.
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