Der deutsche Leitindex erlebte am Freitag eine Achterbahnfahrt. Nach einem verhaltenen Start mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 25.070 Punkten kletterte der DAX zwischenzeitlich auf 25.331 Punkte – nur um am Nachmittag wieder deutlich zurückzukommen. Grund für die plötzliche Bewegung: Der Supreme Court in den USA hat Trumps weltweite Strafzölle gekippt. Das Urteil fiel überraschend deutlich aus – das Gericht befand, dass der Präsident seine Befugnisse überschritten hatte, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief.

Rekordhoch zum Greifen nah

Damit nähert sich der DAX wieder seinem Allzeithoch vom 13. Januar an, als er bei 25.507,79 Punkten markierte. Die Chartunterstützung an der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke hat trotz der Schwankungen gehalten – ein positives Signal für die technische Verfassung des Index. Am Mittwoch war der deutsche Leitindex bereits zeitweise bis auf 25.315 Punkte geklettert, bevor die Korrektur am Donnerstag einsetzte.

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Doch die Anleger bleiben vorsichtig. Die Sorgen vor einem möglichen US-Angriff auf den Iran dämpfen die Kauflaune spürbar. Trump will in "maximal" 10 bis 15 Tagen einen Deal zum iranischen Atomprogramm – ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Der Ölpreis steigt entsprechend und wird zunehmend zum Belastungsfaktor für die Märkte.

Konjunktur sendet gemischte Signale

Die Datenlage am Freitag fiel durchwachsen aus. Während sich die Stimmung in europäischen Unternehmen überraschend aufhellte – der Einkaufsmanagerindex kletterte auf 51,9 Punkte statt erwarteter 51,5 Punkte – enttäuschte die US-Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal 2025 nur um 1,4 Prozent, Volkswirte hatten 2,5 Prozent erwartet. Verantwortlich war vor allem der längste Shutdown in der US-Geschichte, der allein einen Prozentpunkt kostete. Trump macht dafür die Opposition verantwortlich.

Volkswirte sehen aber noch weitere Belastungsfaktoren. Der schwächere Arbeitsmarkt und die Unsicherheit durch Trumps Zollpolitik – die nun zumindest teilweise vom Tisch ist – hinterließen ihre Spuren. Auffällig: Während Investitionen in Wirtschaftsbauten, Wohnbauten und Industrieanlagen sanken, explodierten IT-Investitionen mit einer Jahresrate von 50 Prozent.

Für die kommende Woche erwarten Marktbeobachter eine Fortsetzung der Konsolidierung um die 25.000-Punkte-Marke. Die geopolitischen Risiken bleiben präsent, auch wenn historisch betrachtet solche Ereignisse die Börsen meist nur kurzfristig belasten – es sei denn, der Ölmarkt wird über längere Zeit gestört.

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