Der deutsche Leitindex konnte am Freitag leicht ins Plus klettern und nähert sich seinem Allzeithoch von Mitte Januar bei 25.507 Punkten weiter an. Am Nachmittag notierte der DAX bei 25.090 Punkten – ein Plus von 0,2 Prozent. Auf Wochensicht steht damit ein Gewinn von 0,7 Prozent zu Buche.

Die Kauflaune der Anleger wurde durch überraschend solide Konjunkturdaten aus Europa gestützt. Besonders die deutschen Einkaufsmanagerindizes überzeugten: Der Wert für die Industrie kletterte erstmals seit über dreieinhalb Jahren wieder über die wichtige Expansionsschwelle von 50 Punkten. "Der konjunkturelle Frühling ist bereits angebrochen", kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank die Zahlen.

Geopolitik bremst die Rally

Trotz der positiven Konjunktursignale hält sich die Euphorie in Grenzen. Anleger bleiben vorsichtig, solange die Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Raum steht. US-Präsident Donald Trump hat für eine diplomatische Lösung eine Frist von maximal 15 Tagen genannt – und gleichzeitig die schlagkräftigste Militärpräsenz seit der Irak-Invasion 2003 in der Region zusammengezogen.

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Der Volatilitäts-Index VIX liegt weiterhin oberhalb der Marke von 20, was auf zunehmende Nervosität hindeutet. Ein Sprung über 25 Punkte würde echte Angst an den Märkten signalisieren und könnte zu deutlichen Kursverlusten führen. Auch der Ölpreis hat bereits auf die Spannungen reagiert und notiert auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten.

Einzelwerte im Fokus

Im DAX zählten Airbus-Aktien zu den Gewinnern mit einem Plus von 1,6 Prozent. Sie erholten sich damit vom Vortag, als sie nach einem vorsichtigen Ausblick auf das niedrigste Niveau seit Dezember gefallen waren. Bayer hingegen verlor 3,6 Prozent und rutschte unter die charttechnisch wichtige 21-Tage-Linie. Die Erleichterung über den Milliardenvergleich zur Bewältigung der US-Klagewelle ist damit bereits verpufft.

Bei Infineon belasteten skeptische Kommentare der Bank of America. Die US-Investmentbank stufte Europas Chipbranche nach der jüngsten Rally auf "Underweight" herab und rät damit zur Untergewichtung in Anlegerportfolios.

Aus der zweiten Reihe stachen Knorr-Bremse und Jost Werke mit Kursgewinnen von über drei Prozent heraus. Beide Titel steuerten auf neue Rekordmarken zu, nachdem mehrere Analysten ihre Kursziele angehoben hatten.

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