DAX: 25.000 wieder greifbar
Der DAX zeigt Lebenszeichen. Nach dem verhaltenen Wochenstart drehte der deutsche Leitindex am Dienstag deutlich ins Plus und schloss bei 24.998 Punkten – nur knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Ein Milliarden-Vergleich im Glyphosat-Streit befreite Bayer von jahrelanger Rechtsunsicherheit und ließ die Aktie um über 7% hochschnellen. Die späte Wall-Street-Erholung gab zusätzlichen Rückenwind.
Die wichtigsten Fakten:
- DAX schloss mit +0,8% bei 24.998 Punkten
- Bayer steuerte allein 24 Punkte zum Indexanstieg bei
- 27 von 40 DAX-Werten beendeten den Tag im Plus
- Tageshoch bei 25.020 Punkten markiert
Bayer entscheidet den Handelstag
Der entscheidende Impuls kam am frühen Nachmittag. Die Bayer-Tochter Monsanto schloss einen Sammelvergleich über maximal 7,25 Milliarden US-Dollar zur Beilegung aktueller und künftiger Glyphosat-Klagen – verteilt über bis zu 21 Jahre. Der Konzern erhöht seine Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro.
Anleger reagierten erleichtert. Die jahrelange Rechtsunsicherheit weicht nun kalkulierbaren Zahlungsströmen. Die Bayer-Aktie schoss um 7,35% auf 49,32 Euro und war mit Abstand stärkster DAX-Wert. Vonovia folgte mit +3,82%, gestützt durch stabilere Zinserwartungen im Immobiliensektor. Infineon legte 3,16% zu und profitierte von der Erholung im Technologiesektor.
Auf der Verliererseite stand QIAGEN mit -3,62% an der Spitze. Der Diagnostikspezialist gab nach seiner jüngsten Stärke Boden ab. Siemens Energy konsolidierte mit -1,44%, bleibt aber mit über 37% Plus seit Jahresbeginn der beste DAX-Wert 2026.
Widerstand bei 25.000 bleibt intakt
Der DAX testierte sein Tageshoch bei 25.020 Punkten, konnte die runde Marke aber nicht nachhaltig überwinden. Der Schlusskurs nur zwei Punkte darunter unterstreicht die Bedeutung dieses technischen Levels. Ein Ausbruch darüber würde den Weg Richtung Allzeithoch bei 25.508 Punkten ebnen. Auf der Unterseite bietet das Tagestief bei 24.734 Punkten erste Unterstützung.
Die Marktbreite fiel positiv aus – zwei Drittel der DAX-Werte schlossen im Plus. Dies signalisiert eine breite Basis für die Erholung, auch wenn Bayer als Einzelwert dominierte.
Am Mittwoch dürfte die Verarbeitung des Bayer-Vergleichs weitergehen. Die ursprünglich für den 25. Februar geplante Bilanzpressekonferenz des Konzerns wurde auf den 4. März verschoben, um die Vergleichsvereinbarungen in den Zahlen zu berücksichtigen. Ob der DAX die 25.000-Punkte-Marke nachhaltig knackt, hängt auch davon ab, ob die Wall Street ihre Stabilisierung fortsetzt.
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