Der deutsche Leitindex bewies am Dienstag Nervenstärke. Nach durchwachsenem Start und anfänglichen Verlusten an der Wall Street drehte der DAX noch ins Plus – ein bemerkenswertes Signal der Eigenständigkeit gegenüber dem schwachen US-Markt.

Mit einem Schlussstand von 24.998 Punkten legte der Index 0,80 Prozent zu. Zeitweise gelang sogar der Sprung über die 25.000-Punkte-Marke, die seit Wochen umkämpft bleibt. Seit dem Allzeithoch von 25.508 Punkten am 13. Januar hat der DAX diese psychologisch wichtige Schwelle noch nicht nachhaltig zurückerobert.

Wall Street bremst – Frankfurt beschleunigt

Während Dow Jones und S&P 500 nur knapp ins Plus rutschten, zeigte Frankfurt spürbar mehr Kraft. Verantwortlich dafür: Eine Fokussierung auf defensive Sektoren. Anleger griffen verstärkt bei Immobilienwerten und Pharmatiteln zu, während sich die KI-Disruptions-Ängste, die US-Tech-Werte belasten, im DAX kaum bemerkbar machten.

"Im DAX spielen diese Sorgen eine eher untergeordnete Rolle", kommentierte Andreas Lipkow von CMC Markets. Stattdessen setzten Investoren auf traditionelle Werte wie Vonovia und Bayer, deren Aktien kräftig zulegten.

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Bayer als Tagessieger

Der größte Gewinner: Bayer mit einem Kurssprung von 7,4 Prozent auf 49,32 Euro. Erstmals seit September 2023 näherte sich der Titel wieder der 50-Euro-Marke. Der Grund: Ein milliardenschwerer Sammelvergleich in den USA zur Beilegung der Roundup-Klagen. Mit einem Jahresplus von 33 Prozent zog Bayer mit dem bisherigen DAX-Champion Siemens Energy gleich.

Auch Immobilienwerte wie Vonovia (plus vier Prozent) profitierten von fallenden Zinsen am Anleihemarkt – ein positives Signal für die Refinanzierungskosten der Branche. Der MDAX legte zeitgleich um 0,25 Prozent auf 31.444 Punkte zu.

Verlierer und Ausblick

Auf der Verliererseite standen TeamViewer und Aumovio. Beide Titel litten unter Sorgen, dass KI-Disruption ihre Geschäftsmodelle bedrohen könnte. Südzucker brach nach angekündigten Sonderabschreibungen und Dividendenausfall um vier Prozent ein.

Charttechnisch sendete der DAX mit dem Absetzen vom 21-Tage-Durchschnitt ein positives Signal. Ob die 25.000er-Marke nachhaltig zurückerobert werden kann, bleibt die spannende Frage der kommenden Handelstage.

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