Während die Aktie an einer kritischen charttechnischen Marke kämpft, läuft das operative Geschäft weiter. Am Wochenende meldete die Sparte Special Trucks einen Auftragserfolg aus Großbritannien: Die britische Umweltbehörde hat zwei hochspezialisierte Mercedes-Benz Unimog in ihre Flotte integriert. Parallel dazu hat CEO Karin Rådström seit Jahresbeginn den Vorsitz des ACEA-Nutzfahrzeug-Boards übernommen – eine Position mit erheblichem politischen Gewicht in Brüssel.

Die wichtigsten Fakten:
- Britische Environment Agency ordert zwei Unimog für Katastrophenschutz und Hochwassereinsätze
- CEO Rådström leitet seit 1. Januar 2026 ACEA-Board und damit Industrie-Lobby
- Mitte 2026 steht EU-Überprüfung der CO2-Flottengrenzwerte an
- Aktienkurs steht bei 37,50 Euro exakt an der 200-Tage-Linie

Behördenauftrag mit Signalwirkung

Der Auftrag der UK Environment Agency umfasst zwei Mercedes-Benz Unimog, die ADR-konform für den Transport von Gefahrgut ausgelegt sind. Einsatzzweck: Treibstoffversorgung von Notstromaggregaten bei Katastrophen sowie Hochwassereinsätze. Ross Paterson, Head of Special Trucks bei Daimler Truck UK, bezeichnete die Fahrzeuge als essenziell für nationale Kriseneinsätze.

Das finanzielle Volumen bleibt im Konzernmaßstab überschaubar. Entscheidend ist ein anderer Aspekt: Special Trucks liefert stabile, konjunkturunabhängige Erträge. Behördliche Aufträge für Katastrophenschutz unterliegen nicht den zyklischen Schwankungen des klassischen Speditionsgeschäfts.

Neue Machtposition in Brüssel

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Strategisch bedeutsamer ist Rådströms neue Rolle. Als ACEA-Vorsitzende sitzt sie direkt am Verhandlungstisch, wenn Mitte 2026 die EU-Kommission die CO2-Flottengrenzwerte überprüft. Daimler Truck fordert einen pragmatischen Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur, um Strafzahlungen für Hersteller zu vermeiden.

Die Personalie verschafft dem Konzern direkten Einfluss auf regulatorische Rahmenbedingungen in einem entscheidenden Jahr. Für Investoren bedeutet das: Daimler Truck kann die Industrie-Agenda aktiv mitgestalten, statt nur zu reagieren.

Charttechnische Entscheidungssituation

Der Kurs notiert bei 37,50 Euro exakt an der 200-Tage-Linie. Ein Tagesschlusskurs deutlich über 37,60 Euro würde das Kaufsignal bestätigen und könnte Anschlusskäufe technischer Algorithmen auslösen. Prallt der Kurs ab, rücken die Tiefststände der letzten Wochen wieder in den Fokus. Die 7-Tage-Performance von minus 13,6 Prozent zeigt die jüngste Schwäche.

Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die Kombination aus stabilen Spezialaufträgen und politischer Führungsrolle ausreicht, um den technischen Widerstand zu durchbrechen.

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