Zwischen Hoffnungen auf neue Aufträge und Sorgen um Strafzölle: Vor dem Start der Technologiekonferenz „Qubits 2026“ steht D-Wave Quantum vor einer spannenden Handelswoche. Der Kurs ist nach einer starken Rally zuletzt deutlich unter Druck geraten, gleichzeitig mehren sich Warnungen vor einer Überbewertung. Reicht ein starkes Konferenzprogramm aus, um die aktuellen Zweifel zu überlagern?

Strafzoll-Risiko und Bewertungsdebatte

Heute dominieren zwei Themen die Diskussion um D-Wave Quantum. Zum einen rückt die am Dienstag beginnende Nutzerkonferenz „Qubits 2026“ in Boca Raton in den Fokus. Zum anderen sorgen Spekulationen über mögliche US-Strafzölle von 100 % auf Importe aus Kanada für Unruhe – ein Risiko, das auch kanadische Technologieunternehmen wie D-Wave betrifft.

Marktberichte verweisen darauf, dass die potenziellen Handelsbarrieren als Belastungsfaktor für die Kursentwicklung gesehen werden. D-Wave hat seine operativen Wurzeln in British Columbia, wodurch der Konzern bei schärferen Zollregeln direkt betroffen wäre. Entsprechend wächst die Sorge, dass zusätzliche Kosten oder Einschränkungen die jüngste Kursdynamik abbremsen könnten.

Parallel dazu hat heute ein kritischer Marktkommentar mit dem Titel „A Very Nervous Assessment“ die Bewertungsdiskussion neu entfacht. Die Analyse hebt hervor, dass die Aktie in den vergangenen drei Jahren rund 591 % zugelegt hat. Vor diesem Hintergrund werden zunehmend Blasengefahren angesprochen.

Dazu passt das jüngste Kursbild: Am Freitag schloss die Aktie bei 25,63 US-Dollar, ein Minus von 6,56 % innerhalb eines Handelstages. Die Kombination aus Gewinnmitnahmen, hoher historischer Performance und neuen Makrorisiken sorgt damit für ein deutlich vorsichtigeres Sentiment.

Qubits 2026: Praxisbelege für die Technologie

Trotz der makroökonomischen Störgeräusche gilt die „Qubits 2026“-Konferenz (27.–28. Januar) als wichtiger Katalysator für die weitere Wahrnehmung des Unternehmens. Im Mittelpunkt stehen reale Anwendungen von Quantencomputing – ein zentraler Punkt, um die mehrstellige Milliardenbewertung von D-Wave zu untermauern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Die Liste der bestätigten Sprecher signalisiert ausgeprägtes Interesse aus Industrie und Verteidigungsbereich. Zu den wichtigsten Programmpunkten zählen:

  • Anduril Industries und Jeffrey „Skunk“ Baxter (US-Verteidigungsberater) – Hinweis auf vertiefte Verbindungen in den Defense-Sektor
  • AT&T und Mastercard – potenziell relevante Beispiele für den Einsatz in Großunternehmen
  • Robin Kothari von Google Quantum AI sowie Forscher des Los Alamos National Laboratory

Im Fokus der Vorträge steht der Übergang von experimentellen Projekten hin zu produktiv genutzten Quantenanwendungen. Genau diese Kommerzialisierungsschritte gelten als entscheidend, um das aktuelle Bewertungsniveau zu rechtfertigen und die Wachstumsstory fortzuschreiben.

Nach Zukauf: Hohe Volatilität

Die aktuelle Nervosität am Markt folgt auf eine Phase offensiver Expansion. Erst vor wenigen Tagen hat D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. abgeschlossen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Position im Quantencomputing weiter ausbauen und technologische Kompetenzen bündeln.

Die Transaktion hatte den Kurs zunächst auf ein 52-Wochen-Hoch von 46,75 US-Dollar getrieben, bevor eine deutliche Korrektur einsetzte. Auf Zwölf-Monats-Sicht liegt die Aktie zwar immer noch über 310 % im Plus, der Rückgang in den Bereich um 25 US-Dollar zeigt jedoch, dass ein Teil der Anleger Gewinne realisiert und der Markt Bewertungsniveaus im Tech-Sektor neu justiert.

Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf rund 9,57 Milliarden US-Dollar. In Relation zu Umsatz- und Ergebnisperspektiven erhöht dies die Sensibilität gegenüber Rückschlägen – sei es durch politische Risiken oder enttäuschende Nachrichten von der Konferenz.

Ausblick auf die kommende Woche

Zum Handelsstart am Montag ist mit einem schwankungsanfälligen Verlauf zu rechnen. Kurzfristig dürfte vor allem das Zusammenspiel aus Konferenzmeldungen und den Schlagzeilen zu potenziellen US-Strafzöllen den Kursverlauf prägen.

  • Positives Szenario: Werden auf der „Qubits 2026“ konkrete neue Verträge, Pilotprojekte oder technische Durchbrüche präsentiert – insbesondere mit Partnern wie Anduril oder Mastercard –, könnte dies die Zollängste in den Hintergrund drängen und der Aktie neuen Auftrieb geben.
  • Negatives Szenario: Verschärfen sich die Strafzoll-Diskussionen oder setzt sich die „Blasen“-Erzählung durch, ist weiterer Abgabedruck möglich. In diesem Fall wäre ein Test tieferer Unterstützungszonen bis in den Bereich um 20 US-Dollar denkbar.

Charttechnisch fällt auf, dass der Titel deutlich unter seinem jüngsten Hoch notiert. Der Rückgang um 6,5 % am Freitag könnte zudem in den vorbörslichen Handel am Montag nachwirken. Entscheidend für die kurzfristige Richtung werden die ersten Reaktionen auf die Eröffnung in den USA sowie mögliche Unternehmensmeldungen aus Boca Raton ab Dienstag sein.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...