D-Wave Quantum liefert ein zwiespältiges Bild: Schwache Quartalszahlen und ein Kursrückgang von mehr als 27 Prozent seit Jahresbeginn treffen auf eine Auftragsflut, die alle Erwartungen übertrifft. Was ist das Unternehmen gerade wirklich?

Im vierten Quartal 2025 verfehlte D-Wave die Erwartungen klar. Der bereinigte Verlust betrug 0,09 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 2,8 Millionen Dollar – Analysten hatten einen Verlust von 0,06 Dollar bei 3,7 Millionen Dollar Umsatz erwartet. Auch die Buchungen lagen mit 13,4 Millionen Dollar rund 27 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Der Blick auf das Gesamtjahr 2025 relativiert diesen Befund jedoch deutlich: Der Jahresumsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar. Zudem hält das Unternehmen per Ende 2025 liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von 884,5 Millionen Dollar – ein Plus von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auftragseingang als Gegenpol

Das auffälligste Signal kommt aus dem laufenden Quartal. Allein im Januar 2026 erzielte D-Wave Buchungen von mehr als 30 Millionen Dollar – mehr als im gesamten Geschäftsjahr 2025. Bis zum 25. Februar stiegen die kumulierten Buchungen im ersten Quartal auf 32,8 Millionen Dollar. Dieser Schub deutet auf eine klar wachsende Nachfrage im Unternehmensumfeld hin, auch wenn die Umsätze noch hinterherhinken.

Zum weiteren Wachstum beigetragen haben konkrete Verträge: Ein Fortune-100-Unternehmen schloss einen zweijährigen QCaaS-Vertrag im Wert von 10 Millionen Dollar ab. Parallel dazu kooperiert D-Wave mit Anduril und Davidson für quantengestützte Anwendungen in der US-Raketenabwehr – erste Tests zeigten mindestens zehnfache Lösungsgeschwindigkeit und eine Verbesserung der Bedrohungsabwehr um neun bis zwölf Prozent.

Übernahme verdoppelt den adressierbaren Markt

Der strategisch bedeutsamste Schritt war der Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar – 300 Millionen in eigenen Aktien, 250 Millionen in bar. Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Modell-Quantensysteme mit einer Gate-Treue von über 99,9 Prozent.

CEO Dr. Alan Baratz formulierte es klar: Das Gate-Modell verdopple den adressierbaren Gesamtmarkt. D-Wave ist damit das einzige Unternehmen, das beide Quantenarchitekturen – Annealing und Gate-Modell – kommerziell anbietet. Für 2026 plant das Unternehmen die Markteinführung eines ersten Gate-Modell-Systems.

Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg im Jahresvergleich um 314 Prozent, der Stride Hybrid Solver verzeichnete in sechs Monaten ein Plus von 114 Prozent – Zeichen echter Akzeptanz bei bestehenden Kunden.

Ob die Buchungsdynamik des ersten Quartals 2026 in entsprechende Umsätze mündet, wird das nächste Earnings-Update am 20. Mai 2026 zeigen. Dann dürfte sich entscheiden, ob das Momentum Bestand hat.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...