Lynas hat in Malaysia erst einmal Planungssicherheit gewonnen. Die Regierung verlängert die Betriebslizenz für die Verarbeitungsanlage um weitere zehn Jahre – und das ist für den Rare-Earths-Konzern mehr als nur ein formaler Stempel. Denn an die Zusage sind klare Umweltauflagen geknüpft, die das Geschäftsmodell vor Ort in den kommenden Jahren mitprägen dürften.

Zehn Jahre Luft – mit harten Auflagen

Die malaysische Atomenergiebehörde hat die Lizenzverlängerung mit Wirkung zum 3. März 2026 erteilt. Damit darf Lynas die Anlage bis 2036 weiter betreiben.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lynas Rare Earths?

Der Preis für diese langfristige Genehmigung ist ein strikter Umweltfahrplan: Spätestens ab 2031 muss die Produktion radioaktiver Abfälle vollständig stoppen. In den nächsten fünf Jahren gilt zudem, dass neu entstehende radioaktive Rückstände durch genehmigte Verfahren neutralisiert werden müssen – ausdrücklich genannt wird etwa die Extraktion von Thorium. Parallel zieht die Regierung eine rote Linie: Nach Ablauf dieser Übergangsphase sind neue dauerhafte Entsorgungsanlagen untersagt.

Auch finanziell zieht Malaysia die Zügel an

Neben den Umweltbedingungen enthält das Regelwerk eine finanzielle Verpflichtung: Lynas muss 1% des jährlichen Bruttoumsatzes in Forschungs- und Entwicklungsfonds lenken, die Malaysias heimischen Sektor für kritische Mineralien stärken sollen.

Das ist kein kleiner Nebenpunkt. Die Vorgabe koppelt den Geschäftserfolg am Standort direkt an lokale Industriepolitik – und macht die Lizenz damit auch zu einem Instrument, um Wertschöpfung stärker im Land zu verankern.

Rückenwind aus dem operativen Geschäft

Die Nachricht trifft auf eine Phase deutlich verbesserter Zahlen. Für die sechs Monate bis zum 31. Dezember 2025 meldete Lynas einen Nettogewinn nach Steuern von 80,2 Mio. A$ – nach 5,9 Mio. A$ im Vorjahreszeitraum. Der Halbjahresumsatz lag bei 413,7 Mio. A$, das EBITDA bei 152,4 Mio. A$.

Als Treiber nennt das Unternehmen höhere Absatzmengen sowie eine fortschreitende Erholung der Preise für Neodym und Praseodym. Zusätzlich investiert Lynas derzeit rund 180 Mio. A$ in eine neue Separationsanlage am malaysischen Standort – die Lizenzverlängerung liefert dafür nun die regulatorische Basis.

Zumindest kurzfristig kam das am Markt gut an: Der Schlusskurs lag gestern bei 11,43 €.

Im Blickpunkt stehen nun zwei Fixpunkte: Bis 2031 muss die Abfallproduktion vollständig beendet sein – und parallel läuft der Aufbau der neuen Separationskapazitäten in Malaysia, für den Lynas bereits rund 180 Mio. A$ einplant.

Lynas Rare Earths-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lynas Rare Earths-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:

Die neusten Lynas Rare Earths-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lynas Rare Earths-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lynas Rare Earths: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...