Der Quantencomputer-Spezialist D-Wave Quantum liefert derzeit ein Bild starker Gegensätze. Während die Auftragsbücher überquellen und technologische Fortschritte gemeldet werden, hat die Aktie seit Jahresbeginn fast ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Wie passen explodierende Buchungszahlen und ein massiver Kursverlust zusammen?

Ab dem 15. März präsentiert das Unternehmen auf dem Global Physics Summit in Denver neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Fokus stehen dabei Fortschritte bei den hauseigenen Quanten-Architekturen. Die technologische Entwicklung spiegelt sich in der Nutzung wider: Die Zugriffe auf die Advantage2-Systeme stiegen im Jahresvergleich um 314 Prozent, während der Stride-Hybrid-Solver innerhalb von sechs Monaten ein Plus von 114 Prozent verzeichnete. Die Konferenz bietet D-Wave nun die Bühne, diese Fortschritte vor der Fachwelt zu untermauern.

Diskrepanz zwischen Umsatz und Aufträgen

Der Grund für den jüngsten Kursrutsch liegt in den Ende Februar vorgelegten Jahreszahlen. Mit einem Quartalsumsatz von 2,75 Millionen US-Dollar und einem Verlust von 0,09 US-Dollar pro Aktie verfehlte D-Wave die Markterwartungen. Der Jahresverlust weitete sich auf 355,1 Millionen US-Dollar aus. Dieser Fehlbetrag ist allerdings maßgeblich auf eine nicht-zahlungswirksame Neubewertung von Optionsscheinen in Höhe von 270,5 Millionen US-Dollar zurückzuführen. Die Bruttomarge lag im Gesamtjahr bei starken 83 Prozent.

Den enttäuschenden Quartalsumsätzen steht eine enorme kommerzielle Dynamik gegenüber. Die Buchungen stiegen im vierten Quartal auf 13,4 Millionen US-Dollar. Im Januar 2026 übertrafen die Neuaufträge mit über 30 Millionen US-Dollar sogar das gesamte Volumen des Vorjahres. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist ein 20-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Florida Atlantic University über die Installation eines Advantage2-Systems.

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Insider nehmen Gewinne mit

Trotz einer komfortablen Liquidität von über 884 Millionen US-Dollar agieren einige Insider derzeit defensiv. Direktor John Dilullo verkaufte Anfang März 8.000 Aktien und reduzierte seinen persönlichen Anteil damit um 29 Prozent. Insgesamt summierten sich die Insiderverkäufe in den vergangenen 90 Tagen auf rund 29 Millionen US-Dollar. Auch auf institutioneller Seite gab es Bewegungen: Flynn Zito Capital Management baute seine Position im vierten Quartal um 71 Prozent ab und veräußerte 100.000 Aktien.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 6,9 Milliarden US-Dollar wird D-Wave aktuell mit dem 157-fachen der erwarteten zukünftigen Umsätze bewertet. Die anstehenden Präsentationen in Denver ab dem 15. März müssen der Wall Street nun beweisen, dass die technologische Basis und das aktuelle Auftragswachstum diese ambitionierte Bewertung rechtfertigen.

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