Barrick Gold hat im vierten Quartal 2025 ein außergewöhnliches Zahlenwerk vorgelegt: Der Gewinn verdoppelte sich, die Umsatzschätzungen wurden übertroffen, und die Dividende stieg kräftig. Trotzdem verlor die Aktie am Tag der Veröffentlichung rund 7 Prozent. Was steckt hinter der Diskrepanz zwischen Rekordergebnis und enttäuschter Börsenreaktion?

Die Zahlen im Detail

Der kanadische Gold- und Kupferproduzent meldete für das Schlussquartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar – 126 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Umsatz kletterte um 65 Prozent auf 5,99 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 5,2 Milliarden US-Dollar deutlich.

Für das Gesamtjahr 2025 präsentierte Barrick eindrucksvolle Kennzahlen:

  • Umsatz: 16,96 Milliarden US-Dollar (+31%)
  • Operativer Cashflow: 7,69 Milliarden US-Dollar (+71%)
  • Freier Cashflow: 3,87 Milliarden US-Dollar (+194%)
  • Gewinn je Aktie: 2,93 US-Dollar (+140%)

Die Goldproduktion erreichte im vierten Quartal 871.000 Unzen, 5 Prozent mehr als im dritten Quartal. Auf Jahressicht förderte das Unternehmen 3,26 Millionen Unzen Gold und 220.000 Tonnen Kupfer – genau im Rahmen der zu Jahresbeginn ausgegebenen Prognose.

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Dividende steigt kräftig, IPO-Pläne konkretisiert

Barrick erhöhte die Quartalsdividende um 140 Prozent auf 0,42 US-Dollar je Aktie. Die Ausschüttung erfolgt am 16. März 2026 an Aktionäre, die am 27. Februar im Register stehen. Zusätzlich führte das Management eine neue Dividendenpolitik ein: Künftig sollen 50 Prozent des freien Cashflows an die Aktionäre fließen – aufgeteilt in eine erhöhte Basisdividende von 0,175 US-Dollar pro Quartal und eine leistungsabhängige Jahresend-Aufstockung.

Parallel bestätigte Barrick die geplante Börseneinführung seiner nordamerikanischen Goldaktivitäten. Das neue Unternehmen soll bis Ende 2026 an die Börse gebracht werden und die Beteiligungen an Nevada Gold Mines, die Pueblo-Viejo-Mine sowie das Fourmile-Goldprojekt in Nevada umfassen. Barrick will eine kontrollierende Mehrheit behalten.

Ausblick dämpft Euphorie

Für 2026 stellte Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen in Aussicht – etwas unter dem Vorjahreswert von 3,26 Millionen Unzen. Bereinigt um die veräußerten Minen Hemlo und Tongon liegt die Prognose allerdings im erwarteten Bereich. Die Kupferproduktion soll zwischen 190.000 und 220.000 Tonnen erreichen.

Trotz des Rekordquartals reagierte die Börse verhalten. Nach Angaben von Reuters belasteten Bedenken über hohe Kostenprognosen und offengelegte Zahlungen an Mali die Stimmung. Das Fourmile-Projekt in Nevada entwickelt sich hingegen vielversprechend: Die gemeldeten Goldressourcen verdoppelten sich zum zweiten Mal in Folge auf 2,6 Millionen Unzen in der indizierten Kategorie und 13 Millionen Unzen in der geschlussfolgerten Kategorie.

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