D-Wave Quantum stellt in kurzer Folge mehrere Weichen: rund 30 Mio. US-Dollar an neuen Aufträgen, dazu der Umzug der Konzernzentrale von Kalifornien nach Florida. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine Positionierung im Quantencomputing-Markt weiter voran – trotz spürbarer Kursausschläge im Sektor. Was steckt hinter dem Florida-Schwerpunkt?

Wichtige Fakten im Überblick
- Neue Verträge: insgesamt ca. 30 Mio. US-Dollar
- Fortune-100-Deal: 10 Mio. US-Dollar, 2 Jahre (QCaaS)
- Florida Atlantic University (FAU): 20 Mio. US-Dollar für ein Advantage2-System
- Neuer HQ-Standort: von Palo Alto nach Boca Raton (BRiC)

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

30 Mio. Dollar: Zwei Deals, ein Signal

Den größten Einzeldeal meldete D-Wave Ende Januar: Ein Fortune-100-Unternehmen schloss laut Mitteilung vom 27. Januar einen 10 Mio. US-Dollar schweren, zweijährigen Enterprise-Vertrag für „Quantum Computing as a Service“ (QCaaS) ab. Geplant ist die gemeinsame Entwicklung und der Einsatz quantengestützter Anwendungen.

Zusätzlich passt ein zweiter Baustein in die Florida-Strategie: Die Florida Atlantic University will 20 Mio. US-Dollar investieren, um D-Waves Advantage2 Annealing-Quantencomputer auf dem Campus zu kaufen und zu installieren. Damit soll die Universität als regionaler Knotenpunkt für Forschung und Qualifizierung dienen.

Neuer Hauptsitz in Boca Raton

Einen Tag nach dem Fortune-100-Deal folgte die nächste Nachricht: Am 28. Januar kündigte D-Wave an, den globalen Hauptsitz von Palo Alto auf den Boca Raton Innovation Campus (BRiC) zu verlegen. Das Gelände umfasst 1,7 Mio. Quadratfuß und wurde laut Unternehmen nach einem 100-Mio.-US-Dollar-Renovierungsprogramm modernisiert.

Der Standort soll auch als größere US-F&E-Basis dienen. Genannt werden vor allem spezialisierte Infrastruktur sowie höhere Ausfallsicherheit und Redundanz, die für Quantencomputing-Operationen wichtig sind.

Strategie, Übernahmepläne und Zahlen zur Finanzlage

D-Wave beschreibt sich als Anbieter mit zwei Plattformen: Annealing- und Gate-Model-Systeme. Anfang Januar wurden zudem Pläne bekannt, Quantum Circuits für rund 550 Mio. US-Dollar (Bar- und Aktienkomponente) übernehmen zu wollen, um die Gate-Model-Fähigkeiten auszubauen.

An der Börse blieb es zuletzt unruhig: Bis Anfang Februar lag die Einjahresrendite laut Marktdaten bei über 180%, in den vergangenen Wochen kam es jedoch zu deutlichen Rücksetzern. Auch andere Quantencomputing-Aktien standen unter Druck; mehrere Werte lagen zweistellig unter ihren jüngsten Hochs. Die Marktkapitalisierung wurde zuletzt mit rund 8,5 Mrd. US-Dollar angegeben.

Fundamental meldete das Unternehmen für Q3 2025 einen Umsatz von rund 3,7 Mio. US-Dollar bei einer GAAP-Bruttomarge von 71,4%. In den ersten neun Monaten bis 30. September 2025 lag die GAAP-Bruttomarge bei 84,8%, getrieben von einem früheren Verkauf eines höhermargigen Systems. D-Wave arbeitet weiter defizitär, da es in Entwicklung und Ausbau investiert. Die Liquidität lag Ende Q3 2025 bei 836,2 Mio. US-Dollar (Rekordniveau).

Zum nächsten Gradmesser werden die kommenden Quartale: Dann zeigt sich, wie schnell die neuen Verträge in zusätzliche kommerzielle Dynamik münden – und wie reibungslos Umzug, FAU-Installation und die angekündigte Übernahmeplanung operativ umgesetzt werden.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 08. Februar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...