CureVac verschwindet endgültig von der Börse. Nach der erfolgreichen Übernahme durch BioNTech und der abgeschlossenen Reorganisation ist die Aktie nicht mehr eigenständig handelbar. Für frühere Aktionäre ist die Beteiligung nur noch indirekt über BioNTech abbildbar.

Delisting und Struktur der Transaktion

BioNTech hat CureVac vollständig übernommen und die operative Gesellschaft in eine neue Rechtseinheit überführt. Rechtlicher Nachfolger ist nun CureVac Merger B.V., die sämtliche Geschäftsaktivitäten bündelt.

Der letzte Kurs der CureVac-Aktie lag vor Handelsaussetzung bei rund 4,66 US-Dollar. Anschließend erfolgte die Streichung von der Nasdaq Global Market.

Wesentliche Transaktionsparameter:

  • Transaktionswert (Eigenkapitalanteil): rund 1,25 Milliarden US-Dollar
  • Andienungsquote: 195.341.219 CureVac-Aktien (86,75 % des Grundkapitals)
  • Wirksamkeit des Delistings: 16. Januar 2026
  • Umtauschverhältnis: 0,05363 BioNTech-ADS je CureVac-Aktie

Eine Fortführung des unabhängigen Börsenhandels war damit ausgeschlossen, BioNTech hält 100 % der CureVac-Aktivitäten.

Squeeze-out und steuerliche Aspekte

Im Rahmen der Reorganisation wurden auch die verbliebenen Minderheitsaktionäre zwangsweise abgefunden. Sie erhielten dieselbe Gegenleistung wie die Anleger, die ihre Aktien innerhalb der Angebotsfrist angedient hatten. Auf diese Beträge fällt jedoch niederländische Quellensteuer an.

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Steuerliche Behandlung für frühere Minderheitsaktionäre

Für ausländische Anleger sind vor allem die konkreten Steuersätze relevant:

  • Gesetzlicher Quellensteuersatz: 15 %
  • Tatsächlich angewendeter Satz: 3,01 %

Der reduzierte effektive Satz ergibt sich aus der steuerlich anerkannten Kapitalbasis innerhalb der Transaktionsstruktur. Ehemalige Aktionäre, die eine Rückerstattung beantragen möchten, müssen dies bis 27. Januar 2026 per E-Mail an die von BioNTech benannte Kontaktadresse veranlassen.

Strategische Gründe für BioNTech

Mit der Übernahme sichert sich BioNTech mehrere zentrale Bausteine aus dem CureVac-Portfolio:

  • mRNA-Entwicklungs- und Designkompetenz mit eigenen Technologien
  • Know-how in Formulierung und Wirkstofftransport
  • Produktionskapazitäten
  • Klinische Entwicklungsprojekte, darunter Onkologie-Programme in Phase-1-Studien

Im Anschluss an den Vollzug der Transaktion hat Goldman Sachs die BioNTech-Einstufung auf „Buy“ angehoben. Begründet wurde dies mit der erweiterten Onkologie-Pipeline und dem strategischen Wert der gebündelten mRNA-Technologien.

Konsequenzen für ehemalige CureVac-Aktionäre

Für frühere Anleger ist die Situation eindeutig: Die CureVac-Aktie existiert nicht mehr als eigenes Wertpapier. Künftige Wertschöpfung aus der früheren CureVac-Plattform schlägt sich ausschließlich in den Geschäftsberichten und im Kursverlauf von BioNTech nieder.

Konkret gilt:

  • Depotbanken führen die zwingende Umwandlung verbliebener Minderheitsbeteiligungen automatisch in BioNTech-Aktien durch
  • Für die technische Umsetzung der Konversion ist keine Aktion der Anleger erforderlich
  • Informationen zur weiteren Entwicklung der Pipeline erfolgen nur noch über die Quartals- und Jahresberichte von BioNTech

BioNTech plant, die Zahlen für das vierte Quartal 2025 Ende Februar 2026 zu veröffentlichen. In diesem Rahmen werden voraussichtlich erste Details zum Integrationsstand der CureVac-Vermögenswerte und der zugrundeliegenden Technologieplattform enthalten sein.

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