CureVac Aktie: Abschied
Mit dem Abschluss der Übernahme durch BioNTech ist die Börsenzeit der CureVac-Aktie faktisch beendet. Die operative Gesellschaft gehört inzwischen vollständig BioNTech, der Handel läuft geordnet aus. Für verbliebene Aktionäre geht es nun nur noch um die technische Abwicklung.
Übernahme vollzogen, Handel trocknet aus
Seit Dienstag hält BioNTech 100 % des operativen Geschäfts von CureVac. Die verbliebenen frei handelbaren Aktien sind damit nur noch juristische Hüllen, die bis zu ihrer formalen Einziehung bestehen bleiben.
Die Folgen für den Markt im Überblick:
- Handelbarkeit der Aktie nimmt rapide ab
- Optionen auf CureVac wurden aus dem Handel genommen
- Letzte Handelstage auf Nebenbörsen sind bereits gelaufen
- Kurs spiegelt nur noch die Übernahmebedingungen wider
Gestern wurden an der Nasdaq die Optionen auf CureVac faktisch delistet. Das ist der übliche Schritt, wenn die zugrunde liegende Aktie durch eine Übernahme verschwindet. Parallel markierte die Wiener Börse den gestrigen Tag als letzten Handelstag für CureVac-Papiere und schloss damit einen wichtigen Ausstiegskanal für Privatanleger in Europa.
Der Kurs hatte sich zuvor bereits eng an die Übernahmekonditionen angelehnt und notierte weitgehend unbewegt um 4,66 US-Dollar. Dieses Niveau entspricht dem in der Transaktion vereinbarten Bewertungsansatz, der insgesamt rund 1,25 Milliarden US-Dollar für CureVac ansetzt.
Bedeutung für Branche und Altaktionäre
Die Übernahme steht für eine deutliche Konzentration im mRNA-Biotechsektor. BioNTech integriert mit CureVac einen direkten deutschen Wettbewerber und sichert sich:
- ein umfangreiches Patentportfolio
- zusätzliche Produktionskapazitäten
- die Beilegung früherer IP-Streitigkeiten
Damit stärkt BioNTech seine Position gegenüber Wettbewerbern wie Moderna.
Für langjährige Anleger schließt sich damit ein äußerst schwankungsreicher Abschnitt. CureVac galt während der Pandemie zeitweise als Hoffnungsträger und erreichte Ende 2020 Kursspitzen von über 150 US-Dollar. Das Unternehmen schaffte es jedoch nicht, eigenständig einen marktreifen COVID-19-Impfstoff zu etablieren und verlagerte den Fokus später auf Onkologie und andere Infektionskrankheiten. Angesichts des kapitalintensiven Forschungsumfelds erscheint der nun vollzogene Verkauf als konsequente strategische Option. Die endgültige Bewertung liegt zwar deutlich unter den Hochs der Pandemiezeit, bietet aber einen klar definierten Ausstieg statt einer unsicheren Zukunft in Eigenständigkeit.
Letzte Schritte und formales Delisting
Die Transaktion befindet sich nun in der Endphase der regulatorischen Abwicklung. CureVac hat bereits das notwendige Formblatt 25 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Damit ist der formelle Rückzug von der Nasdaq Global Market eingeleitet. Das Delisting soll am 16. Januar wirksam werden.
Im Anschluss will CureVac Formblatt 15 einreichen, um die Registrierung der Wertpapiere zu beenden und sämtliche Berichtspflichten in den USA einzustellen. Ehemalige Aktionäre, die ihre Anteile im Rahmen des Angebots angedient haben, erhalten die vereinbarte Gegenleistung in BioNTech-Aktien und/oder in bar. Verbleibende nicht angediente Stücke unterliegen zwangsweisen Einzugsmechanismen nach niederländischem Recht. Damit ist die Eigenkapitalstory von CureVac praktisch abgeschlossen.
CureVac-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CureVac-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten CureVac-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CureVac-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CureVac: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








