Covestro Aktie: Übernahme jetzt perfekt!
Die monatelange Zitterpartie findet ihren Abschluss: Der Leverkusener Chemiekonzern verliert endgültig seine Unabhängigkeit. Nachdem nun auch die letzte regulatorische Hürde gefallen ist, steht der 11,7-Milliarden-Euro-Deal mit dem Ölriesen ADNOC unmittelbar vor dem Vollzug. Doch was bedeutet das finale "Go" der Behörden konkret für die verbliebenen Anleger und die Zukunft des Standorts Deutschland?
Milliarden-Poker: Das letzte Hindernis fällt
Am gestrigen Freitag manifestierte sich die Gewissheit an den Märkten: Die größte Übernahme eines deutschen Chemiekonzerns durch einen staatlichen Akteur aus dem Nahen Osten ist in trockenen Tüchern. Nachdem die EU-Kommission unter strengen Auflagen bereits grünes Licht signalisiert hatte, erteilte nun auch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) die entscheidende Unbedenklichkeitsbescheinigung. Damit sind alle Bedingungen für das öffentliche Übernahmeangebot erfüllt.
Der Vollzug der Transaktion wird bereits für den Beginn der neuen Handelswoche erwartet. Die Aktie zeigte sich im späten Freitagshandel kaum noch volatil und ging mit 58,92 Euro aus dem Handel. Dass der Kurs damit leicht unter der ursprünglichen Offerte von 62,00 Euro notiert, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern spiegelt die übliche Diskontierung und Dividendenabschläge vor dem unvermeidlichen Börsenrückzug wider. Der Markt hat den Deal-Erfolg damit vollständig eingepreist.
Die Faktenlage zum Closing:
* Investitionsvolumen: Der Enterprise Value beläuft sich auf rund 11,7 Milliarden Euro.
* Kapitalspritze: ADNOC wird nach dem Closing das Grundkapital um 10 % erhöhen und 1,17 Milliarden Euro direkt in das Unternehmen injizieren.
* Portfolio-Bereinigung: Große Akteure wie JPMorgan Chase & Co. haben ihre Stimmrechtsanteile bereits angepasst – ein typisches Verhalten von Arbitrage-Fonds kurz vor dem Settlement.
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Droht jetzt der Squeeze-out?
Mit dem Closing endet die Ära von Covestro als eigenständiger DAX- bzw. MDAX-Konzern. Das Unternehmen fungiert künftig als Plattform für das "Performance Materials"-Geschäft der ADNOC-Tochter XRG. Zwar bleiben CEO Dr. Markus Steilemann und die Strategie "Sustainable Future" erhalten, doch die Machtverhältnisse haben sich fundamental verschoben. ADNOC nutzt die Übernahme gezielt, um die eigene Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu verringern.
Für die verbliebenen Aktionäre rückt nun das technische "Endspiel" in den Fokus. Mit dem Vollzug der Übernahme in den kommenden Tagen stehen drastische Schritte an:
1. Settlement: Die Auszahlung des Angebotspreises an die angedienten Aktionäre erfolgt zeitnah.
2. Delisting: Es wird erwartet, dass ADNOC das Delisting der Covestro-Aktie schnell vorantreibt, was die Handelbarkeit massiv einschränken würde.
3. Zwangsweiser Ausschluss: Sollte ADNOC die Schwelle von 90 % oder 95 % der Anteile erreichen, droht ein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung.
Für Anleger ist das Kapitel damit weitgehend abgeschlossen. Da der Kurs nun starr am Abfindungsniveau kleben dürfte, ist mit keinerlei nennenswerter Eigenbewegung mehr zu rechnen.
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