Covestro Aktie: Milliarden-Deal besiegelt!
Die monatelange Hängepartie findet endlich ein Ende. Was lange als Geduldspiel für Anleger galt, biegt nun auf die Zielgerade ein: Die wohl wichtigste Hürde in der jüngeren Unternehmensgeschichte ist gefallen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium grünes Licht für die Übernahme durch den Energieriesen ADNOC gegeben hat, schaffen Insider bereits Tatsachen. Während das Management Kasse macht, stellt sich für verbliebene Aktionäre die entscheidende Frage: Was sind die nächsten Schritte bis zum Delisting?
Grünes Licht aus Berlin
Es war der letzte große Stolperstein, doch nun ist der Weg frei. Wie am Samstag bekannt wurde, liegt die entscheidende Unbedenklichkeitsbescheinigung der deutschen Regierung vor. Damit sind sämtliche Vollzugsbedingungen für die Übernahme durch die ADNOC-Tochter XRG erfüllt. Der Deal, der den Leverkusener Werkstoffhersteller inklusive Schulden mit knapp 16 Milliarden Euro bewertet, steht unmittelbar vor dem formalen Vollzug ("Closing").
Für Covestro ist dies mehr als nur ein Eigentümerwechsel – es ist ein Rettungsanker. Operativ kämpft der Konzern nämlich weiterhin mit heftigem Gegenwind. Eine Ende Oktober angepasste Prognose und die anhaltende Nachfrageschwäche in den Kernsektoren Bau und Auto hatten zuletzt auf die Stimmung gedrückt. Ohne das Übernahmeangebot würde der Kurs fundamental wohl deutlich tiefer notieren; Analysten sahen den fairen Wert zuletzt eher im Bereich von 40 bis 50 Euro.
Klare Signale: Insider verkaufen, Profis kaufen
Dass der Deal nun in trockenen Tüchern ist, zeigt sich nirgendwo deutlicher als bei den Transaktionen der Führungsetage. Das Top-Management scheint keine Risiken mehr zu sehen und realisiert Gewinne:
- Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Steilemann veräußerte ein Aktienpaket zum Angebotspreis von 62,00 Euro.
- Aufsichtsrat Dr. Richard Pott tat es ihm gleich und trennte sich ebenfalls von Anteilen zu diesem Kurs.
Parallel dazu bringen sich die großen Player für das Endspiel in Stellung. Die US-Großbank JPMorgan Chase & Co. hat ihre Beteiligung zuletzt signifikant auf 6,37 % ausgebaut. Ein klassisches Indiz dafür, dass institutionelle Investoren bis zur letzten Minute Positionen aufbauen, um von der Abwicklung oder späteren Abfindungen zu profitieren.
Letzte Chance für Arbitrage?
Interessant ist der Blick auf die aktuelle Notierung. Obwohl der Übernahmepreis bei 62,00 Euro fixiert ist und die Hürden gefallen sind, verabschiedete sich die Aktie mit einem Schlusskurs von 58,92 € ins Wochenende.
- Schlusskurs Freitag: 58,92 €
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -3,00%
- Volatilität (30 Tage): 12,39%
Dieser Abschlag zum Angebotspreis könnte für kurzfristig orientierte Händler noch einmal Spannung bieten, während der Kurs relativ nah an seinem 50-Tage-Durchschnitt von 59,40 € pendelt.
Fazit: Das Ende der Börsennotiz naht
Mit dem Wegfall der regulatorischen Barrieren beginnt nun das finale Kapitel. Da der neue Eigentümer eine Mehrheit von weit über 90 % anstrebt, ist ein sogenannter Squeeze-out – das Herausdrängen der verbliebenen Kleinaktionäre gegen eine Barabfindung – das logische nächste Szenario. Wer jetzt noch investiert ist, hat die Wahl: Die Anteile über die Börse verkaufen oder auf die Abfindung warten, die sich in der Regel am Angebotspreis orientiert. Das Kapitel "Übernahmespekulation" ist damit erfolgreich abgeschlossen.
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