Die Übernahme durch ADNOC tritt in die finale Phase. Mit der Installation von Rainer Seele als neuem Aufsichtsratschef zementieren die Investoren aus Abu Dhabi ihren Machtanspruch. Für die wenigen verbliebenen Aktionäre stellt sich angesichts des Kursverlaufs nur noch eine Frage: Wann folgt der unvermeidliche Squeeze-Out?

Machtwechsel in Leverkusen

Zum Jahresauftakt hat der neue Eigentümer auch personell klare Verhältnisse geschaffen. Rainer Seele, ehemaliger OMV-Chef und nun Präsident der Chemiesparte bei der ADNOC-Tochter XRG, übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat von Richard Pott. Dieser Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums ist weit mehr als eine Formalie. Er signalisiert unmissverständlich, dass strategische Entscheidungen künftig nicht mehr primär in Leverkusen, sondern in Abstimmung mit Abu Dhabi getroffen werden, um die Integration in das XRG-Portfolio voranzutreiben.

Börsennotiz als Auslaufmodell

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Der erfolgreiche Vollzug der Übernahme spiegelt sich deutlich im charttechnischen Bild wider. Die Aktie notiert zum Wochenstart im Bereich von 60 Euro und damit leicht unter dem ursprünglichen Übernahmepreis von 62 Euro. Die Volatilität ist fast vollständig aus dem Titel gewichen. Da der Staatskonzern bereits über 90 Prozent der Anteile kontrolliert, fehlt dem Markt die Liquidität für nennenswerte Bewegungen. Operative Nachrichten oder allgemeine Markttrends haben keinen signifikanten Einfluss mehr auf die Kursfindung.

Mit der stabilen Mehrheit im Rücken ist der Weg für einen Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-Out) geebnet. Anleger, die jetzt noch engagiert sind, spekulieren nicht mehr auf das operative Geschäft, sondern fast ausschließlich auf die Höhe der finalen Barabfindung. Die Covestro-Aktie hat ihren Status als klassisches Investitionsobjekt verloren und fungiert nur noch als Warteposition für Arbitrageure.

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