Die Übernahme durch den Partner XRG ist besiegelt, doch für die verbliebenen Aktionäre wird es jetzt ernst. Mit dem Überschreiten einer entscheidenden Anteilsschwelle ist der Weg für den sogenannten Squeeze-out endgültig frei. Damit rückt das Delisting des Werkstoffherstellers in greifbare Nähe.

Entscheidende Hürde gefallen

Nach dem formalen Abschluss der Transaktion am 10. Dezember 2025 herrscht nun Klarheit über die neuen Machtverhältnisse. Der Eigentümer XRG (ehemals ADNOC International) hält laut jüngsten Angaben 95,1 Prozent der Anteile. Damit wurde die aktienrechtlich relevante Marke von 95 Prozent überschritten, die einen Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre ermöglicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Covestro?

Der aktuelle Kurs von 59,82 Euro am Freitag spiegelt diese neue Realität wider. Die Aktie notiert mit geringen Abschlägen unter der ursprünglichen Offerte von 62,00 Euro. Spekulative Fantasien sind aus dem Titel gewichen; stattdessen orientiert sich die Bewertung nun am erwarteten Zeitwert bis zur Auszahlung der Barabfindung.

Fahrplan bis zum Delisting

Mit der gesicherten Mehrheit dürfte der formale Prozess zum Börsenabschied zügig eingeleitet werden. Marktbeobachter rechnen mit folgendem Ablauf für das erste Halbjahr 2026:

  • Übertragungsverlangen: XRG wird zeitnah beantragen, die restlichen Aktien gegen eine Barabfindung zu übernehmen.
  • Bewertung: Die Höhe der Abfindung wird festgelegt, oft auf Basis eines IDW-S1-Gutachtens.
  • Hauptversammlung: Der notwendige Beschluss gilt angesichts der 95,1-Prozent-Mehrheit als reine Formsache.

Parallel dazu festigt XRG seinen Einfluss auf das Management. Seit dem 20. Dezember 2025 steht der ehemalige OMV-Chef Dr. Rainer Seele dem Aufsichtsrat vor, während Finanzvorstand Christian Baier seinen Abschied für September 2026 angekündigt hat.

Für Anleger ist die Covestro-Aktie damit faktisch zu einer Arbitrage-Position geworden. Das Szenario läuft auf ein Ausscheiden aus dem regulierten Markt noch im laufenden Jahr 2026 hinaus, sobald der Squeeze-out-Beschluss ins Handelsregister eingetragen ist.

Covestro-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Covestro-Analyse vom 02. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Covestro-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Covestro-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Covestro: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...