Commerzbank Aktie: Zölle bedrohen Kerngeschäft
Die Commerzbank präsentiert sich operativ in Bestform, doch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf. Während das Geldhaus eigene Aktien zurückkauft und erfolgreich frisches Kapital einsammelt, warnen hauseigene Experten eindringlich vor den Folgen der neuen US-Zollpolitik. Für die Bank, die sich als primärer Finanzier des deutschen Mittelstands versteht, trifft diese Entwicklung einen empfindlichen Nerv.
Gefahr für den Mittelstands-Finanzier
Die Warnungen der Commerzbank-Analysten sind ungewöhnlich deutlich. Analyst Volkmar Baur und seine Kollegin Thu Lan Nguyen weisen auf die rechtlichen Unsicherheiten und die direkten Folgen des neuen US-Zollregimes hin. Besonders die Sorge vor einer Ausweitung der Zölle auf Stahl, Aluminium und Kupfer treibt derzeit die Rohstoffpreise und verunsichert die Märkte.
Für die Aktionäre ist dies mehr als nur makroökonomisches Rauschen. Die Commerzbank wickelt nach eigenen Angaben rund 30 Prozent der deutschen Außenhandelsfinanzierung ab. Wenn Exporteure unter US-Restriktionen leiden, schlägt das direkt auf die Kreditnachfrage und potenziell auf die Risikovorsorge der Bank durch. Der Aktienkurs, der zuletzt bei 35,74 Euro notierte, spiegelt diese Ambivalenz zwischen operativer Stärke und externen Risiken wider.
Offensive am Kapitalmarkt
Ungeachtet der geopolitischen Sorgen treibt der Vorstand seine Kapitalstrategie konsequent voran. Am Dienstag platzierte das Institut erfolgreich zwei neue Anleihen, darunter eine grüne Tranche im Volumen von 750 Millionen Euro mit Laufzeit bis 2037. Dieser Schritt unterstreicht, dass die Bank trotz des schwierigen Umfelds problemlos langfristige Mittel am Markt aufnehmen kann.
Gleichzeitig fließt Kapital an die Anteilseigner zurück. Das laufende Rückkaufprogramm über bis zu 540 Millionen Euro schreitet zügig voran. Bis zum 20. Februar wurden bereits über 6,2 Millionen eigene Aktien vom Markt genommen. Ziel ist es, die Zahl der ausstehenden Papiere zu verringern und so den Gewinn je Aktie zu verdichten.
Rekordzahlen treffen auf Übernahmefantasie
Fundamentale Unterstützung erhält der Kurs durch das operative Rekordergebnis von 4,5 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025. Mit einem soliden Abstand von über 77 Prozent zum 52-Wochen-Tief hat sich das Papier weit von den Tiefstständen gelöst.
Im Hintergrund schwelt jedoch weiterhin der Konflikt um die UniCredit. Die italienische Großbank hält einen Anteil von 26 Prozent und drängt auf eine Fusion, während das Management in Frankfurt seine Eigenständigkeit verteidigt. Diese Konstellation legt einen spekulativen Boden unter den Kurs, macht die Aktie aber auch spielball strategischer Interessen.
Spätestens am 8. Mai 2026 wird sich zeigen, ob die operative Dynamik anhält. Dann veröffentlicht die Bank ihre Zahlen zum ersten Quartal, die erstmals indikieren werden, ob sich die Zoll-Sorgen bereits in den Büchern der Mittelstandsbank niederschlagen.
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