Drohende US-Strafzölle setzen den europäischen Bankensektor unter Druck, doch Finanzexperten steuern dagegen. Während der politische Gegenwind den Kurs zuletzt belastete, signalisieren führende Analystenhäuser wachsendes Vertrauen in die Zahlen des Instituts. Diese Diskrepanz zwischen gedämpfter Marktstimmung und soliden Fundamentaldaten prägt das aktuelle Bild.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Deutsche Bank Research: Kursziel auf 38 Euro angehoben, Einstufung "Buy".
* JPMorgan: Kursziel auf 36 Euro erhöht, Einstufung "Neutral".
* Belastungsfaktor: US-Zolldrohungen führen zu Kursverlusten im Sektor.
* Kapitalmaßnahme: Erfolgreiche Platzierung einer grünen Anleihe über 500 Mio. Euro.

Politische Börsen belasten

Der Start in die Woche verlief für Anteilseigner ernüchternd. Ankündigungen neuer US-Strafzölle gegen acht europäische Staaten trafen den gesamten Finanzsektor empfindlich. Als konjunkturabhängiger Wert reagierte die Commerzbank überproportional auf diese geopolitischen Risiken. Aktuell notiert der Anteilsschein bei 34,54 Euro, was einem Minus von 5,11 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Die kurzfristige Abwärtsbewegung spiegelt primär externe Marktrisiken wider, nicht operative Probleme des Unternehmens.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Commerzbank?

Experten heben Prognosen an

Im direkten Kontrast zur kurzfristigen Kursentwicklung stehen die jüngsten Updates der Investmentbanken. Deutsche Bank Research bestätigte nicht nur die Kaufempfehlung, sondern schraubte das Kursziel von 37 auf 38 Euro nach oben. Die Analysten rechnen mit einem starken vierten Quartal 2025 und einem verbesserten Zinsausblick für das laufende Jahr.

Auch die US-Bank JPMorgan zog nach und erhöhte den Zielwert von 33 auf 36 Euro. Zwar verblieb die Einstufung hier auf "Neutral", doch die Anpassung basiert auf einem Feinschliff der Schätzungen vor dem anstehenden Quartalsbericht. Diese Schritte deuten darauf hin, dass die operative Verfassung der Bank als robust eingeschätzt wird.

Operative Stabilität

Dass das Institut am Kapitalmarkt weiterhin handlungsfähig bleibt, unterstreicht eine aktuelle Transaktion. Trotz der nervösen Marktphase platzierte die Bank am Montag erfolgreich eine nachrangige Green-Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Dies signalisiert Investoreninteresse abseits des reinen Aktienhandels und stützt die These der fundamentalen Stärke.

Die Situation ist von einer klaren Divergenz geprägt: Politische Störfeuer belasten die Stimmung, während die fundamentalen Erwartungen steigen. Für die weitere Kursentwicklung verschiebt sich der Fokus nun auf die kommenden Quartalszahlen, die belegen müssen, ob die angehobenen Prognosen der Analysten der Realität standhalten.

Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...