Commerzbank Aktie: RBC hebt Ziel an
Die Übernahmefantasie weicht zunehmend der operativen Realität: Nachdem UniCredit-Chef Andrea Orcel eine komplette Übernahme vorerst als "wirtschaftlich unattraktiv" bezeichnete, müssen nun die Geschäftszahlen sprechen. RBC Capital Markets liefert hierzu kurz vor der Berichtssaison eine frische Einschätzung. Reicht die interne Ertragskraft aus, um den Aufwärtstrend fortzusetzen?
Die Faktenlage auf einen Blick:
* Kursziel erhöht: RBC Capital Markets passt den Zielwert von 36 auf 37 Euro an.
* Einstufung: Das Votum bleibt auf "Sector Perform".
* Treiber: Optimistischere Prognosen für das Nettozinseinkommen stützen die Bewertung.
* Hintergrund: Der Fokus verschiebt sich von M&A-Szenarien auf die operative Eigenständigkeit.
Zinsentwicklung stützt Bewertung
Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zahlen zum vierten Quartal hat RBC das Bewertungsmodell für das Frankfurter Geldhaus überarbeitet. Die Analysten begründen die leichte Anhebung des Kursziels primär mit verbesserten Annahmen für das Nettozinseinkommen. Zwar kalkulieren die Experten auch mit marginal höheren Kosten, diese fallen jedoch weniger stark ins Gewicht als die positive Ertragsseite.
Mit einem Schlusskurs von 34,95 Euro am Freitag notiert die Aktie derzeit nur knapp unter dem neuen Ziel von 37 Euro. Charttechnisch bewegt sich das Papier damit in direkter Nähe zum 50-Tage-Durchschnitt von 34,88 Euro. Das RBC-Votum "Sector Perform" signalisiert dabei eine Erwartungshaltung, die im Einklang mit der breiteren Branchenentwicklung steht, ohne eine aggressive Kaufempfehlung auszusprechen.
Eigenständigkeit auf dem Prüfstand
Die aktuelle Analyse gewinnt durch die jüngsten Aussagen der UniCredit an Bedeutung. Da eine schnelle Übernahme durch die Italiener unwahrscheinlicher geworden ist, richtet sich der Blick der Investoren wieder vollständig auf die fundamentale Stärke der Commerzbank.
Das Management muss nun beweisen, dass die Bank auch ohne Fusionspartner Wert für die Aktionäre schaffen kann. Nach einer beeindruckenden Performance von über 93 Prozent auf Zwölfmonatssicht konsolidiert der Titel im neuen Jahr bislang leicht mit einem Minus von knapp 4 Prozent seit Jahresanfang. Die Bestätigung durch RBC wird am Markt daher als Zeichen gewertet, dass die Ertragskraft auch ohne Übernahmeprämie robust bleibt.
Der entscheidende Realitätscheck folgt am 11. Februar 2026. An diesem Tag legt die Commerzbank die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Erst dann wird sich zeigen, ob die operativen Fortschritte ausreichen, um das Vertrauen der Analysten nachhaltig zu bestätigen und den Kurs wieder in Richtung des 52-Wochen-Hochs bei 41,58 Euro zu treiben.
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