Zwei Datenpunkte, ein Entscheid – und Gold hängt genau dazwischen. Der Preis notiert knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 5.000 Dollar je Unze, während Händler auf den heutigen PPI-Bericht und die Fed-Entscheidung warten. Die Richtung der nächsten Wochen dürfte sich heute Abend abzeichnen.

Zwischen Inflation und Geopolitik

Bereits am Montag hatte Gold kurzzeitig die 5.000-Dollar-Marke unterschritten und ein Tagestief von 4.967 Dollar markiert, bevor es sich wieder erholte. Analysten sprachen von einem „Flash Crash", der die Fragilität des aktuellen Niveaus offenbarte.

Der Hintergrund ist komplex: Einerseits stützt die geopolitische Lage den Goldpreis. Der Konflikt im Nahen Osten hat sich im März verschärft – US-israelische Militäroperationen gegen den Iran intensivieren sich, die Straße von Hormus ist teilweise blockiert. Das treibt Energiepreise und Risikoaversion gleichzeitig nach oben. Andererseits belastet genau diese Energiepreisinflation die Erwartungen an baldige Zinssenkungen – und damit den Goldpreis.

Der Januar-PPI hatte bereits für Unruhe gesorgt: ein Monatsanstieg von 0,5 Prozent statt der erwarteten 0,3 Prozent, der Kern-PPI sogar plus 0,8 Prozent. Sollten die heutigen Februar-Daten ähnlich ausfallen, könnte der Druck auf die 5.000-Dollar-Marke wieder zunehmen.

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Was Powell heute bewegt

Die Fed-Entscheidung um 20:00 Uhr CET gilt als ausgemacht: Der Leitzins bleibt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Entscheidend ist der Ton. Laut CME FedWatch haben sich die Markterwartungen für Zinssenkungen in diesem Jahr von zwei auf eine reduziert, die Wahrscheinlichkeit einer dritten Senkung liegt noch bei 50 Prozent.

Ein hawkisher Dot Plot – also weniger als zwei Senkungen in Aussicht – könnte Gold unter die technisch kritische 50-Tage-Linie bei 4.976 Dollar drücken. Ein weiterer Rückgang bis in die Zone 4.700 bis 4.800 Dollar wäre dann möglich. Umgekehrt könnte Powell auf den schwachen Arbeitsmarkt verweisen: Im Februar gingen netto 92.000 Stellen verloren, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent. Ein dovisher Ton würde das Aufwärtspotenzial Richtung 5.200 Dollar reaktivieren.

Strukturelle Käufer bleiben aktiv

Unabhängig vom heutigen Tagesergebnis bleibt die strukturelle Nachfrage robust. Die chinesische Zentralbank kauft seit 16 Monaten in Folge Gold und hält offiziell 2.308 Tonnen. Gold-ETFs verzeichneten im Januar Nettozuflüsse von rund 19 Milliarden Dollar – der stärkste Monat seit Aufzeichnungsbeginn.

J.P. Morgan erwartet bis Jahresende einen Goldpreis von 6.300 Dollar, die Deutsche Bank sieht 6.000 Dollar als Ziel. Das Allzeithoch vom 28. Januar bei 5.602 Dollar liegt damit noch deutlich unter diesen Projektionen. Powells Pressekonferenz um 20:30 Uhr CET wird zeigen, ob der Weg dorthin kürzer oder länger wird.

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