Coinbase-Chef Brian Armstrong hat zum Jahresstart den Fahrplan 2026 vorgelegt – und der zeigt eine Richtung, die weit über das klassische Krypto-Geschäft hinausgeht. Statt sich auf den Handel mit Bitcoin und Co. zu beschränken, soll die Plattform zur Finanz-Drehscheibe werden: Aktien, Rohstoffe, Vorhersagemärkte – alles unter einem Dach. Die Frage ist, ob dieser Umbau gelingt, während der Kryptomarkt schwächelt.

Drei Säulen für die Transformation

Am 1. Januar 2026 konkretisierte Armstrong die Prioritäten: Erstens der Aufbau einer globalen „Everything Exchange", die Spot-, Futures- und Optionshandel bündelt. Zweitens die Skalierung von Stablecoins wie USDC für Zahlungsverkehr und Überweisungen. Drittens die Verbreitung von Onchain-Anwendungen über das Layer-2-Netzwerk Base.

Die Stoßrichtung ist klar: Weg von der Abhängigkeit volatiler Handelsvolumina, hin zu stabileren Erlösquellen. Coinbase hat 2025 bereits provisionsfreien Aktienhandel eingeführt und im Dezember eine Partnerschaft mit Kalshi für Vorhersagemärkte geschlossen. Die Übernahme von The Clearing Company soll im Januar 2026 abgeschlossen werden – die zehnte Akquisition allein im vergangenen Jahr.

Marktumfeld bleibt angespannt

Der Zeitpunkt für den Strategieschwenk ist anspruchsvoll. Bitcoin-ETFs verzeichneten zwischen November und Dezember Abflüsse von 4,57 Milliarden Dollar – die schärfste Zwei-Monats-Serie seit Auflegung. Der Kurs der führenden Kryptowährung fiel um 20 Prozent, der Fear and Greed Index signalisiert mit 34 Punkten vorsichtige Stimmung.

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Genau deshalb dürfte Coinbase auf Diversifikation setzen: USDC als Infrastruktur für Alltagszahlungen, tokenisierte Aktien-Perpetuals rund um die Uhr, Prediction Markets als neue Ertragsquelle. Analyst Owen Lau von Clear Street hält das für den richtigen Weg und bewertet die Aktie mit „Buy" bei einem Kursziel von 415 Dollar – das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 70 Prozent.

Zahlen folgen im Februar

Ob die Strategie greift, zeigen die Quartalszahlen Ende Februar 2026. Analysten achten besonders auf Kennzahlen zur Umsatzdiversifikation, die Nutzung des Base-Netzwerks und das Volumen bei Stablecoin-Zahlungen. Von 38 Analystenbewertungen lauten derzeit 60,5 Prozent auf Kauf, 34,2 Prozent auf Halten.

Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 62 bis 66 Milliarden Dollar, das KGV bei etwa 21. Zusätzliche Impulse könnten regulatorische Klarstellungen bringen – Coinbase klagt derzeit gegen Connecticut, Michigan und Illinois wegen bundesstaatlicher Vorhersagemarkt-Regulierungen.

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